Public Enemy - Revolverlution Tour 2003 - Cover
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Public Enemy Revolverlution Tour 2003


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 120 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon das Debüt der Staatsfeinde Chuck D (Gesang), Professor Griff (Gesang), Flavor Flav (Gesang) und DJ Lord (DJ), besser bekannt als die HipHop-Formation Public Enemy, erregte vor allem das Aufsehen der Kritiker, die „Yo! Bum rush the show“ von 1987 noch immer als sehr wichtiges Album erachten. Auf allen Ebenen (kommerziell als auch in der Presse) durchstarten, konnten die Jungs erst mit ihrem Nachfolger „It takes a nation of millions to hold us back“ (1988), das den Rassismus in den USA in den unterschiedlichsten Facetten beleuchtete und durch die harte Produktion des Bomb Squad zu einem der einfluchsreichsten HipHop-Alben aller Zeiten avancierte. Mit der Zeit verlagerten sich allerdings die Vorlieben der Zielgruppe und öffentlich zur Schau gestellter Ruhm durch angehäuftes „Bling Bling“, sowie Texte über weibliche Vorzüge oder protzige Karren gelangten immer mehr die Oberhand, sodass sich auch Public Enemy geschlagen geben mussten und den Platz für die 50 Cents und Puff Daddys dieser Welt räumen mussten. Nicht unwesentlich dazu beigetragen haben die Vorwürfe, die Kombo würde antisemitische Aussagen getätigt und selbst rassistisch (gegen Weiße) agiert haben.

Das vorliegende Doppelalbum präsentiert nun ein komplettes Konzert der letzten großen Tour der HipHopper, die im Zuge der Veröffentlichung des 2002er Werkes „Revolverlution“ stattgefunden hat. Auf der Bühne wurden sie von Khari Wynn (Gitarre), Mike Faulkner (Schlagzeug) und Brian Hardgroove (Bass, Gesang) unterstützt, die vorrangig für die rockigen Elemente der Show zuständig waren. Die komplette Show vom 26. Oktober 2003 aus Manchester, England dauert etwas über zwei Stunden und beinhaltet neben einem Querschnitt durch die bisherige Diskographie natürlich die großen Kracher wie „Rebel without a pause“, „911 is a joke“, „Fight the power“ oder „Brothers gonna work it out“, das nach einem kurzen Intro den Auftakt des als souverän zu bezeichnenden Auftritt einleitet.

Ebenfalls im Programm enthalten sind diverse Publikumsanimationen wie „This is for you Manchester“, was die Identifikation durchwegs erschwert, aber zu verschmerzen ist. Das Public Enemy nicht darauf verzichten ihre zeitgemäßen Statements unterzumischen, wird z.B. im Stück „Son of a bush“ deutlich, wenn die Einleitung des Tracks aus einem „Fuck George Bush, Fuck Tony Blair“-Chorus besteht.

Im Großen und Ganzen bekommt der Fan ein recht anständiges Konzert auf zwei CDs mit rund zwei Stunden Spielzeit geboten. Allerdings ist „Revolverlution Tour 2003 Manchester“, das es auch als Doppel-DVD gibt, nur wirklichen Anhängern zu empfehlen.

Anspieltipps:

  • Don't believe the hype
  • Fight the power
  • Son of a Bush
  • 911 is a joke
  • Welcome to the terrordome
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