Halford - Metal God: Essentials Vol. 1 - Cover
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Halford Metal God: Essentials Vol. 1


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Was kann man bei einem Albumtitel wie „Metal God“ wohl erwarten? Vermutlich keine kommerzielle Popscheibe oder ein seichtes Rockalbum. Somit verwundert auch der erste Blick auf die Tracks keineswegs, findet sich hier doch ein bunter Mix aus dem Schaffen Rob Halfords. Vielen ist dieser besser als die klassische Stimme von Judas Priest bekannt, deren Sänger er bis zu seinem Ausstieg 1991 war. Im Anschluss daran folgten diverse Soloprojekte, unter anderem mit „Fight“ und dem vorliegenden Projekt „Halford“. Nachdem diesen zum Teil nur geringer Erfolg beschienen war, kehrte Halford 2003 zu seinen Wurzeln zurück und stieg wieder als Lead-Sänger bei Judas Priest ein.

Wie bereits erwähnt, präsentiert Rob uns mit „Metal God“ nun einen Querschnitt aus seinen musikalischen Aktivitäten fernab von Judas Priest. Wie für „Essentials“-Alben nicht verwunderlich, ist ein Großteil der Songs keine allzu große Überraschung, wenngleich einige dieser Tracks in neuem Gewand daherkommen. Das bekannte „Redemption“ wurde beispielsweise von Grund auf überarbeitet und überrascht in vollkommen neuem Stil. Darüber hinaus wird dem Zuhörer eine Live-Version von „Screaming in the dark“ angeboten, sowie eine aus dem Jahr 1999 stammende Demoversion von „Silent screams“.

Neben Altbewährtem finden sich aber auch ein paar neue Songs auf der Platte, womit diese auch für die alteingesessenen Fans, die ohnehin alle Soloscheiben besitzen, interessant werden dürfte. Namentlich sind dies „Forgotten generation“ und „Drop out“, in denen Halford beweisen darf, dass er sich nicht lediglich auf alten Lorbeeren ausruht. Dies gelingt auch recht anschaulich: „Forgotten generation“ basiert auf einem schönen Riff, der dem Song richtig Drive mit auf den Weg gibt. Auch demonstriert Rob Halford, warum seine Stimme in eingeweihten Kreisen so hoch geschätzt wird. Diese Kombination passt einfach. Auch „Drop out“ knüpft daran an, unterscheidet sich stilistisch aber durch sein verschärftes Tempo. Die Rechnung geht aber auch hier vollends auf, verfügt der Song doch ebenfalls über reichlich Dampf.

Leider war es das schon mit essentiell Neuem aus der Feder Rob Halfords. Denn die bereits angemerkten Demo- bzw. Live-Songs sind zwar keineswegs schlecht, überraschen aber nicht wirklich, wenn man die alten Scheiben kennt. Der Rest ist größtenteils bekannt und wird alteingesessene Anhänger nicht mehr vom Hocker reißen können. Unterm Strich bleibt somit ein „Best Of“, das einen demonstrativen Querschnitt durch das Schaffen des Judas-Priest-Frontmannes darstellt. Es stellt sich lediglich die Frage, ob und wann ein wirklich neues Album rauskommen wird. Insgesamt lässt sich sagen: Die beiden neuen Tracks sind richtig gut, die Bootlegs interessant und der Rest durchaus solide – für Fans wahrscheinlich zu wenig, für Neulinge allerdings ein guter Einstieg.

Anspieltipps:

  • Resurrection
  • Screaming in the Dark
  • Forgotten Generation
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