Ash - Twilight Of The Innocents - Cover
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Ash Twilight Of The Innocents


  • Label: Infectious Records/WEA
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist in den letzten Monaten in den diversesten Gazetten herumgegeistert: Ash sind wieder zum Trio geschrumpft, nachdem sich Charlotte Heatherley (Gesang, Gitarre) lieber ihrer Solokarriere widmen will. „Es war eine schwere Entscheidung, aber ich glaube, es war für uns alle das beste“ erklärt Tim Wheeler (Gesang, Gitarre), der nun zusammen mit Mark Hamilton (Bass) und Rick McMurray (Schlagzeug) die Truppe in einen neuen Abschnitt ihrer Historie führen will. Doch nicht nur deswegen spielt der mittlerweile fünfte Longplayer „Twilight of the innocents“ eine besondere Rolle im Wirken von Ash, denn danach will die Band unter anderem die Zeichen der Zeit anerkennen und nur mehr Singles über den normalen Handel und einschlägige Musikportale veröffentlichen um die Musik „schneller zu den Fans zu transportieren“. Von zu Zeit zu Zeit sollen dann Compilations mit diesen Songs auf den Markt geworfen werden um etwaigen Spätzüglern ebenfalls die Chance zu geben, neue Tracks der Iren zu erstehen.

Schade eigentlich, dass das aufgrund dessen mehr oder weniger als Abschiedsgeschenk zu erachtende Oeuvre „Twilight of the innocents“ nur bedingt begeistern kann. Angefangen vom schwachen Opener „I started a fire“ über die erste, nicht sonderlich umwerfende Single „You can´t have it all“, bis hin zu „Shattered glass“, das es nicht schafft Ideen songdienlich zu verwerten, der fünfte Longplayer von Ash ist eine kleine Enttäuschung. Die harte Seite von „Meltdown“ (05/2004) wurde abgelegt und stattdessen die popige Seite von „Free all angels“ (04/2001) wieder aufgegriffen, doch eine spannende und mitreißende Vorstellung sieht anders aus. Lediglich die ruhigeren Tracks wie „Polaris“ oder das düstere, 6 ½ Minuten lange Titelstück, sowie das mit Beatles-Refrain und Caesars-Referenzen („Jerk it out“) ausgestattete „Shadows“ und das flotte „Princess six“ können überzeugen.

„Mir wurde klar, dass wir einige grundlegende Änderungen brauchten. Wir mussten alles komplett neu aufrollen. Nicht nur in der Band, auch im normalen Leben. In allem. Wir brauchten einen Tritt in den Arsch“ skizziert Hamilton die Umstände, die der Veröffentlichung von „Twilight of the innocents“ vorangegangen sind. Angesichts der mageren Ausbeute an wirklichen Knallern auf dem fünften Werk der Irländer, möchte man jedoch meinen, der kräftige Stoß ist ausgeblieben und es wäre wohl doch nicht für alle das Beste gewesen, dass Miss Heatherley ausgestiegen ist. Zumindest nicht für Ash.

Anspieltipps:

  • Polaris
  • Princess Six
  • Twilight Of The Innocents
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