Editors - An End Has A Start - Cover
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Editors An End Has A Start


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Pathosbeladene Refrains, Smiths stets bedeutungsschwangerer Gesang und der bewusst hell hallende Einsatz von Gitarre und Keyboard.

Die Editors? Ach Ja: das ist doch die Band die wie Interpol klingt. Mit diesem Vergleich werden die vier Jungs aus Birmingham wohl für den Rest ihrer musikalischen Karriere leben müssen. Aber wenn man sich das ganze etwas gründlicher unter seinem blank polierten Musik-Mikroskop zurechtrückt, ist die einzige erwähnenswerte Gemeinsamkeit in Anleihen an Bands wie Joy Divison oder The Cure festzumachen. Und während Interpol sich weiterhin auf den düsteren Soundpfaden ihres künstlerischen Schaffens sehr wohl zu fühlen scheinen, stehen die Editors mit ihrem nunmehr zweiten Longplayer „An End Has A Start“ zumindest schon mit einem Bein auf der Sonnenseite des New-Wave-Rocks.

Folgte auf ihrem Debüt „The Back Room“ eine düster-dunkle Melodie der anderen, so strahlen heute die meisten ihrer neuen Songs in einem lebensbejahenden und stimmungsvollen Glanz. Zwar handeln die von Sänger Tom Smith im tiefsten Bariton vorgetragenen Texte weiterhin hauptsächlich von Verlust und Tod. Aber mit Liedern wie der ersten Singleauskoppelung, dem famosen „Smokers Outside The Hospital Doors“, dem schaurig schönen „The Weight Of The World“ oder dem ohne Umschweife mitten auf Herz zielende „When Anger Shows“ entfesseln die Editors auf ihrem Neuling einen hymnischen Melodiereigen vom Allerfeinsten.

Auf die Tanzflächen treibende Hits, wie „All Sparks“ oder „Munich“ sind auf „An End Has An Start“ zwar eher die Ausnahme. Für die tanzwillige Fangemeinde der Band könnten „The Racing Rat“ oder „Bones“ noch am ehesten für ausgiebiges Indie-Dancefloor-Gezappel herhalten. Das von Mischpultmeister Jacknife Lee (Bloc Party, Snow Patrol) produzierte Album erschafft dafür jedoch eine enorm innige und tiefsinnige Atmosphäre. Ganz vorzüglich beim von Synthesizer angestrahlten und orchestral anmutenden Titeltrack, oder der verhaltenen Ballade „Push Your Head Towards The Air“.

Pathosbeladene Refrains, Smiths stets bedeutungsschwangerer Gesang und der bewusst hell hallende Einsatz von Gitarre und Keyboard. Dies sind die hervorragend in Szene gesetzten Akzente, die „An End Has A Start“ zu einem musikalisch ausgereiften und höchst unterhaltsamen Hörgenuss heranwachsen lassen.

Anspieltipps:

  • Smokers Outside The Hospital Doors
  • The Weight Of The World
  • When Anger Shows
  • Push Your Head Towards The Air
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