Patrick Nuo - Nuo - Cover
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Patrick Nuo Nuo


  • Label: Ariola/SonyBMG
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei Jahre lang pausierte der Schweizer Sänger Patrick Nuo nach seinem Erfolgslongplayer „Superglue“ und der Grund hieß Eloise. Seine Töchterchen wurde in der Wahlheimat Hamburg geboren und hielt den smarten Patrick davon ab, seine Erfolgsgeschichte zumindest in den deutschsprachigen Ländern fortzusetzen. Das nun vorliegende dritte Album wurde in Hannover eingespielt und versucht an die früheren Charterfolge anzuknüpfen.

Der Opener „Too late“ rockt recht forsch los, aber so richtig überzeugt das nicht, dafür klingt das ganze zu schematisch: laut, leise, lauter Refrain, leise, lauter Refrain. Mit „You and I“ wird die erste Halbballade gereicht, die mit Piano und Geigen sehr radiotauglich erscheint – das Erfolgsrezept des smarten Wahlhamburgers scheint unüberhörbar durch. „Celebrate Youth“ besitzt wieder die fröhliche Unbeschwertheit der nuoschen Musik, die so erfolgreich die Playlisten der meist privaten Radiostationen entert und der Sommer-Sonne-Gute-Laune-Song geht auch ein wenig ins Ohr.

„Who' s savin' me“ walzt das langsam-schnell-Schema recht gelungen aus und ragt aus der Masse der Reißbrettsongs etwas heraus. Die Stärke von Patrick Nuo stellen auf jeden Fall Halbballaden oder fröhliche Lieder für zwischendurch dar. Allerdings bleiben die wenigsten Songs in Erinnerung, die Haltbarkeit der auf Charts- und Radiotauglichkeit getrimmten 13 Songs ist äußerst kurz. David Jost, früher bei der Boyband „Bed & Breakfast“, komponierte den Großteil der Songs und dieser Herr Jost schneidert auch den Jungs von Tokio Hotel den maßgerechten Chartanzug auf die Stimmbänder.

Nur bei einem Song „Wintersleep“ textete Patrick Nuo persönlich, ansonsten überließ er anderen, neben Jost auch Robin Grubert und Alexander Zuckowski, die Kompositionshoheit, das degradiert ihn zum einfachen Sänger, der nur singen und gut aussehen kann. Eine musikalische Weiterentwicklung von Patrick Nuo ist nicht festzustellen, er performt keine abgrundtief schlechten Songs, aber richtig Überdurchschnittliches fehlt, was nicht bedeutet, dass dieser Silberling keinen Erfolg haben wird. Denn das Erfolgsrezept ist den Produzenten (leider?) zu genüge bekannt.

Anspieltipps:

  • Celebrate Youth
  • Watchin' over me
  • Who's savin' me
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