DevilDriver - The Last Kind Words - Cover
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DevilDriver The Last Kind Words


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Versuchte sich Shouter Dez Fafara mit Coal Chamber in den Neunzigern im Nu-Metal-Sektor zu behaupten und ging neben Acts wie Korn, Limp Bizkit oder später Linkin Park mit seiner Truppe auf internationaler Ebene etwas unter, so läuft es mit seiner Thrash-Kapelle DevilDriver, was den amerikanischen Markt anbelangt, wesentlich besser. Bereits der Zweitling „The fury of our maker´s hand“ (2005) verpasste nur knapp die Top 100 der Billboard Charts, worauf hinaus Roadrunner Records ein paar Monate später eine Special Edition rausbrachte, um die Kuh zu melken bevor die Milch schlecht wird. Logische Konsequenz des Erfolgs in Übersee ist nun die Vorveröffentlichung des dritten Werkes „The last kind words“ in unseren Breitenkreisen, das in den Vereinigten Staaten erst Ende Juli erscheint.

An und für sich kein schlechter Schachzug, haben schließlich Mike Spreitzer (Gitarre), Jeff Kendrick (Gitarre), Jon Miller (Bass) und John Boecklin (Schlagzeug) gemeinsam mit Frontmann Fafara den einen oder anderen groovigen Nackenbrecher im Gepäck. Allerdings sind einige Tracks dermaßen überfüllt von thrashy Gitarrenriffs, sowie scheppernden und polternden Drums, die sich neben einer wütenden Doublebass noch mit einem keifenden Dez herumschlagen müssen, dass die Übersicht und der rote Faden nicht selten auf der Strecke bleiben, wodurch „The last kind words“ im direkten Vergleich zu den letzten Outputs genreähnlicher Bands wie z.B. Chimairas „Ressurrection“ (03/2007) deutlich an Boden verliert.

Dafür brilliert der Fünfer aus Kalifornien mit einer kompromisslosen Darbietung, die von Jason Suecof (Trivium, Chimaira, If Hope Dies) produziert und von Andy Sneap (Kreator, Megadeth, Masterplan) abgemischt, erbarmungslos in Mark und Bein fährt und mehrmals während der guten Dreiviertelstunde gründlich die Fresse poliert. Auf textlicher Ebene hat sich Fafara sogar einem ernsten Thema angenommen, dass er folgendermaßen beschreibt: „The suicide rate has more than doubled in the U.S. in the recent past, so this album is about being motivated to stand up to the punishment of being a human and to have the character in you to go on when all people want to do is hold you down.” Dadurch verdient sich “The last kind words” auf jeden Fall das Prädikat “Metal mit gesellschaftskritischer Schlagseite“.

Anspieltipps:

  • Burning Sermon
  • Bound By The Moon
  • These Fighting Words
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