El Sumo - Was Ewig Schien... - Cover
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El Sumo Was Ewig Schien...


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

El Sumo: Vier Wahlberliner die musikalisch und textlich hervorragend in die Kettcar/Tomte-Familie passen würden und deren Debüt mindestens genauso beeindruckend ist, wie ein in die Hände klatschender und zum Ansturm bereit stehender japanischer Ringkämpfer. Aber im Gegensatz zu den meist über 150 Kilogramm schweren Sumo Ringern überzeugen die Jungs nicht mit Kraftprotzerei, sondern mit anspruchsvoller und „befindlichkeitsfixierter“ Rockmusik.

Nach Unstimmigkeiten mit alten Vertragspartnern war die Veröffentlichung von „Was Ewig Schien“ lange Zeit ungewiss. Einiges juristisches Geplänkel später hat die Band um Sänger und Gitarrist Guillermo Morales schließlich bei PIAS Recordings ein neues Zuhause gefunden und das mit Produzent Guido Lucas eingespielte Album kann nun endlich das Licht der Welt erblicken..

„Wir Wissen Es Ist Morgen“ schrammelt gleich zu Beginn in bester Jimmy Eat World Manier druckvoll und eingängig drauf los und auch den „Titeltrack“ könnte man mit dem Etikett -unterhaltsamer und beschwingter College-Rock- umreißen. „Nur Die Eigene Sprache Kann Die Eigenen Gefühle Am Besten Ausdrücken“ sagt Morales. Und das stimmt. Der rockige Herzschmerzkracher „Es Geht“, das packenden „Zu Sagen Was Man Liebt“ oder die extrem sommertauglichen „Lieblingsfarben“ sind Paradebeispiele dafür, wie begeisterungsfähige deutschsprachige Musik klingen kann.

Melancholische Rockmusik. Morales singt von Verlust, Identitätssuche und natürlich auch über die gute alte Liebe. Die fast schon epische und mitreißende Achterbahnfahrthymne „Es Dreht Sich“ ist einfach nur ein Hit. Die Erkenntnis reift, dass El Sumo mehr sind als nur ein weiterer Emo-Koi im nationalen Rock Teich. „Sowas Wie Winter“ begeistert durch wohldosierte Laut-Leise Wechsel von herrlich lärmend zu bedrückt melancholisch“, und selbst der zunächst etwas sentimental anmutende Schmachtfetzen „Schwelm (Die Letzte Nacht)“ wächst an seiner fortlaufender Spieldauer, um sich schließlich am Ende mit einem großen Knall zu entladen. „Was Ewig Schien“ das währt am längsten. Denn El Sumo gelingt mit ihrem Debüt ein zugleich zurückhaltendes wie auch selbstsicheres, vor allem aber ein tolles Album mit hohem Dauerrotationspotential.

Anspieltipps:

  • Sowas Wie Winter
  • Kalender
  • Zu Sagen Was Man Liebt
  • Es Dreht Sich
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