Signal To Noise - Kodiak - Cover
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Signal To Noise Kodiak


  • Label: Eyeball/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das amerikanische Indie-Label Eyeball Records, u.a. Entdecker von Thursday, Murder By Death und My Chemical Romance, präsentiert seine neueste Untergrund-Ausgrabung mit dem Anspruch höhere Chartsehren zu erzielen. Und zwar die Band Signal To Noise aus Boulder in Colorado, die auf ihrem Debütalbum „Kodiak“ den rockigen Sound von Hot Water Music mit den poppigen Hooks von Jimmy Eat World kombiniert. Dieses Gebräu aus Rock und Emocore, Melancholie und derben Walls of Sound wird nun auf Europa losgelassen.

Signal To Noise spielen seit 2003 zusammen. Seitdem veröffentlichten die Jungs je zwei Demos und EPs, die allerdings nur über iTunes erhältlich sind. Das ist sicher modern, aber irgendwie auch null Rock’n’Roll. Selbst live sind die Doppelnamenfetischisten James Frank Tanner (Gesang, Gitarre), Nolan Miller Aldridge (Gitarre), Tristan William Shaffer (Bass, Gesang) und Jesse Andrew Dixon (Schlagzeug) bisher nur im näheren Umkreis ihrer Heimat unterwegs gewesen. Es wird also Zeit für den großen Wurf. Ein Album, das auf allen wichtigen Märkten gekauft und angefasst werden kann (kein digitaler Datenmüll für die Festplatte) und eine Tour, mit der Signal To Noise und ihr „Berg von Hooks, so hoch wie die Rocky Mountains“ die Kids direkt erreichen können. Here we go!

In den Infos zu Debütalben werden gerne und oft große Namen der Szene als Vergleich herangezogen. Selten tut man den betroffenen Bands damit einen Gefallen. Auch Signal To Noise haben sicher noch einen langen Weg vor sich, um auf eine Stufe mit Hot Water Music, The Alkaline Trio, Jimmy Eat World und andere Größen zu gelangen. Trotzdem ist eine stilistische Gegenüberstellung mit eben jenen Bands nicht bei den Haaren herbeigezogen. Denn das Quartett kombiniert in der Tat eingängige, fast schon poppige Passagen („Firework sky“) mit dem blutrünstigen Geschrei aus der Emocore-Ecke („This side of Texas“) und stülpt darüber ein großes Paket aus Riffs und Hooks („The wolves“), die für jeden Rockfan eine Freude sind, besonders wenn dabei Indie-Hits wie „Radiation“ und „The weather machine“ herauskommen. Nicht schlecht, Herr Specht, hier könnte definitiv noch einiges gehen! Eine sympathische Band, die auf ihrem Debüt nicht nur andeutet, dass der Nachwuchs nicht schläft.

Anspieltipps:

  • Radiation
  • The wolves
  • The problem
  • Fiver: Wish me luck
  • To the bitter end (I’ll be with you)
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