Dawn Landes - Fireproof - Cover
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Dawn Landes Fireproof


  • Label: Fargo/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dawn Landes wuchs in der Nähe von Louisville, Kentucky auf. Die Musikvorliebe der Eltern reichte von den Pointer Sisters bis zu den Traveling Wilburys, kein schlechter Soundtrack für ein heranwachsendes Mädchen. Als junge Frau dienten ihr als Inspirationsquelle zunächst eher Autoren der schreibenden Zunft. „Ich glaube ich war eher von Romanen oder Gedichten beeinflusst als von Musikern. Zum Beispiel war eines meiner ersten Lieder die Adaption eines Gedichtes von Edna St Vincent Millary, das ich musikalisch umsetzte“, so Dawn Landes selbst. In New York machte sie Bekanntschaft mit der Anti-Folk-Szene, wurde vertraut mit traditionelleren Folkies und traf mit Hem und The Earlies auf Gleichgesinnte in der Indie-Pop-Szene.

Hierzulande ist die in New York ansässige Dawn Landes ein noch ziemlich unbeschriebenes Blatt.. Dabei hatte sie schon als Support Act von so unterschiedlichen Künstlern wie Andrew Bird, Feist, Le Tigre und Suzanne Vega überzeugt. Mit letzterer tourte sie durch Irland, wo sie mit einer Acht-Dollar-Gitarre und einem rosa Akkordeon Publikum und die Labelmacher von Ocean Music faszinierte. Die Folge war eine Einladung zum beliebten „Les femmes s’en mêlent“-Festival.

Nun liegt mit „Fireproof“ das zweite Album der Independent-Singer/Songwriterin vor. Bereits die ersten Takte von „Bodyguard“ lassen aufhorchen. Klassisches Songwriting und Indie-Pop schmelzen naturbelassen ineinander, Dawn Landes’ Stimme betört mit Phrasierungen zwischen Beth Orton und Chan Marshall (Cat Power). Mit „Tired Of This Life“ und „Twilight“ gelingen ihr zwei intime, geradezu anrührende Balladen. Sie geht durch ihre „Private Little Hell“, rockt die „Picture Show“, beobachtet „Kids In A Play“ und klimpert auf dem „Toy Piano“. In ihren Songs schwingt sowohl das Ländliche, als auch das Städtische mit, impulsiv-verspielter Indie-Pop vermählt sich mit traditionellem Songwriting. Nach ihrem bezaubernden Geständnis „I’m In Love With The Night“ sagt sie „Goodnight Lover“. Dem zwölften Song „You Alone“ folgt als Bonus eine Coverversion von Tom Pettys „I Won’t Back Down“. Johnny Cash hat daraus eine beinahe definitive Version zum Besten gegeben. Das weibliche Pendant verkörpert Dawn Landes’ Interpretation, eine mittels ihrer Stimme aufgehellte Version, die dennoch das Herz bricht.

„Fireproof“ hüpft wie ein naiv-fröhliches Kind über den Jahrmarkt oder leuchtet erwachsen den melancholischen Horizont der Nacht und der Einsamkeit aus. Verspielt, verzagt und verträumt hat Dawn Landes die Feuertaufe des zweiten Albums ziemlich eindrucksvoll bestanden und man darf schon jetzt gespannt sein wie sich diese talentierte Liederschreiberin weiterentwickeln wird.

Anspieltipps:

  • Tired Of This Life
  • Twilight
  • Picture Show
  • You Alone
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