Candlemass - Kings Of The Grey Islands - Cover
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Candlemass Kings Of The Grey Islands


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Machen sie nun weiter oder nicht? Haltet die Reunion oder lösen sie sich nach einem Album wieder auf? Nicht nur Messiah Marcolins Ein- und Ausstiegsszenarien bei Candlemass nehmen immer unüberschaubarere Formen an. Nachdem der Sänger mit der unverwechselbaren Stimme bereits 1990 ausgestiegen war um sich seinem Projekt Memento Mori zu widmen und somit kurzfristig für das Aus der Band sorgte, begann bei der Truppe rund um Bassist Leif Edling ab der Wiedervereinigung 1998 mit einem neuem Sänger in ihren Reihen trotzdem ein wirres Hin und Her, was die Zukunft der Doom-Kapelle schwer in Frage stellte. Als Messiah 2002 wieder ins Boot zurückkehrte, war die Freude über diese Tatsache dennoch nur von kurzer Dauer, denn nicht lange nach dem achten Werk „Candlemass“ beschloss Marcolin wieder das Weite zu suchen, noch bevor die Gesangsspuren für einen Nachfolger aufgenommen werden konnten.

Diese ehrenvolle Arbeit hat nun Robert Lowe der texanischen Solitude Aeturnus übernommen, der mit seinem melancholischen Timbre für die richtigen Akzente im Doom-Kosmos von Candlemass sorgt, was sogleich nach einem kurzen „Prologue“ in „Emperor of the void“ vernommen werden kann. Doch nicht nur das Organ Lowes fügt sich bestens ein, auch auf musikalischer Seite brennen Mats Björkman (Gitarre), Lars Johansson (Gitarre), Jan Lindh (Schlagzeug) und Mastermind Leif Edling ein Feuerwerk der Extraklasse ab, dass sowohl einen Einstand nach Maß, als auch die Latte für die kommenden Tracks enorm hoch ansetzt. Eine Bürde, die das anschließende „Devil seed“ nicht tragen kann, obwohl es mit Riffs der Marke Black Sabbath hantiert und sich vor der düsteren Atmosphäre eines „Electric funeral“ (zu finden auf „Paranoid“) verneigt.

„Of stars and smoke“ leitet dann einen qualitativen Einbruch ein, da sich der Song im Kreis zu drehen beginnt und es eindeutig an eigenen bzw. abwechslungsreichen Ideen fehlt. Auch „Demonia 6“ und „Destroyer“ präsentieren nur Altbekanntes, das zwar in neuem Gewand erstrahlt und gekonnt umgesetzt wurde, aber keinesfalls Überraschungen bietet. Dafür treibt „Man of shadows“ mit knackigen, abgehackten Riffs und famoser Gitarrenarbeit die Kurve wieder nach oben und ebenso „Clearsight“ präsentiert sich mit einer perfekt aufeinander abgestimmten Truppe, was vor allem durch den grandiosen Refrain und einen tückischen Break den Pegel in Richtung Klassiker schieben lässt. Zum Abschluss servieren Candlemass noch das achtminütige Düsterszenario „Embracing the styx“, welches stimmungsvoll und nahtlos von „The opal city“ eingeleitet wird, was uns letztendlich hoffen lässt das die Zusammenarbeit mit Solitude Aeturnus Robert Lowe nicht von allzu kurzer Dauer ist.

Anspieltipps:

  • Clearsight
  • Man Of Shadows
  • Embracing The Styx
  • Emperor Of The Void
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