Son Of The Velvet Rat - Loss And Love - Cover
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Son Of The Velvet Rat Loss And Love


  • Label: Monkey Music/Broken Silence
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Loss & Love“ – zwei Seiten einer Münze oder auch siamesische Zwillinge, deren Trennung selten glückt. Nicht, dass die Lieder des neuen Albums darauf angelegt waren, dieses Begriffspaar zu umkreisen, es bildet dennoch die Konstante, die den Songs eingeschrieben ist. Im Rückblick sind Verlust und Liebe das, was bleibt“ erklärt Son Of The Velvet Rat Mastermind Georg Altziebler über den Nachfolger zu „Playground“ (06/2006), der ziemlich genau ein Jahr später erscheint. Dennoch hat sich einiges getan in den 12 Monaten, seitdem das von wunderschöner Melancholie durchsetzte Zweitwerk in Deutschland (und somit drei Monate nach dem Erscheinen in Österreich) veröffentlicht wurde.

Nicht nur, dass der Grazer Sänger und Songschreiber etwas mutiger mit seinen Songs hantiert, er hat sich Schlagzeuger Ken Coomer (Wilco, Uncle Tupelo) als Produzent geschnappt, der den zehn neuen Stücken („Out in the blue“ stammt von Fred Cole) aufgrund seiner amerikanischen Abstammung (Nashville) einen Country-Touch verabreicht und somit vor allem der Mundharmonika mehr Platz eingeräumt hat. Trotzdem beginnt „Loss & love“ mit „Lovesong #8“ und „Bad screenplay / bad karma“ in gewohnter melancholischer Umgebung, bis „Fall with me“ dem Indie-Folk des Steirers die Schuhe auszieht und eine unerwartet flotte Sohle aufs Parkett legt.

Danach mischen sich immer wieder zarte Country-Tupfer in das von Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug unterfütterte Geschehen und Altziebler stellt sich im Gegensatz zum Vorgänger mit seinem tiefen Organ nicht mehr dezent in den Vordergrund, sondern verweilt auf gleicher Höhe mit den restlichen Instrumenten, die dieses Mal wesentlich bandorientierter und kraftvoller klingen, was mitunter sicherlich an Produzent Coomer liegt. Leider vermisst die Platte dadurch den minimalistischen Charme von „Playground“ und präsentiert sich schlussendlich als ausgewogenes, aber stellenweise ebenso rein durchschnittliches Album.

Anspieltipps:

  • Fall With Me
  • Out In The Blue
  • Strange Type Of Sleep
  • Bad Screenplay / Bad Karma
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