Pharoahe Monch - Desire - Cover
Große Ansicht

Pharoahe Monch Desire


  • Label: Universal Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
9/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das schnelle Geld und ein langatmiger Erfolg - das wünschen sich bekanntlich alle Newcomer. Egal ob Pop, Rock oder HipHop-Künstler. Bei Pharoahe monch ist das anders. Ganze acht Jahre hat sich der in Queens geborene MC für sein neues und damit zweites Album Zeit gelassen. Nun folgt endlich, nach seinem Debütalbum „Internal Affairs“, das langerwartete „Desire“.

Qualitativ bietet uns Monch Hip Hop vom höchsten Niveau. Musikalische Raffinessen und textliche Geniepassagen machen „Desire“ zu einem der bemerkenswertesten Alben in diesem Jahr. Der rote Faden: Alles, nur nicht Mainstream. Und damit liegt der Underground-HipHop-Star genau richtig. Politisch-kritische Inhalte, herzzerreißende Storys, intelligent und zugleich nachdenkliche Tracks – Monch serviert uns alles auf einer Silber-Platte. New-and-comer Produzent Black Milk, Altmeister The Alchemist oder auch D12’s Mr. Porter konnten es sich nicht nehmen lassen zu dem vielversprechenden Longplayer Beats beizusteuern. Herausgekommen ist ein durchweg gelungenes Album. Der von Alchemist produzierte soulige Titeltrack und das Public-Enemy-Cover „Welcome To the Terrordome“, indem Pharoahe sich mit den neusten politischen Ereignisse auseinandersetzt, sind nur zwei Höhepunkte des Albums. Insgesamt ist auf jedem Track das sogenannte Sahnehäubchen zu finden. Die letzten Irak-Ereignisse spiegelt Monch mit „Agent Orange“ wieder und das grandiose „When The Guns Draws“ beweist einmal mehr das metaphorische Talent von Mr. Pharoahe Monch. Hier versetzt sich der MC in eine Pistolenkugel und rappt: „When I kill kids they say shame on me / Who the f**k told you to put their names on me!?”

Pharoahe Monch nun aber als politisch-kritischen Wichtigtuer oder Ökofreak abzustempeln, wäre ein fataler Fehler. Denn der MC kann auch anders: Das 50er-Jahre-Elvis-inspirierte „Body Baby“ und „Trilogy“ sind nur zwei Beispiele für seine musikalische Freiheit und Experimentierfreudigkeit. Auch der Songs „Push“ zeigt Pharoahes Liebe zur Musik – hier macht der Rapper seinem Gospelchor Platz und steuert nur am Ende des Songs einen kleinen Rapvers bei. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis: Neben den bald erscheinenden Longplayern von Kanye West und Common, dürfte diese Platte auf gar keinen Fall in der obersten Reihe der CD-Sammlung fehlen.

Anspieltipps

  • Free
  • Desire
  • Welcome To The Terrordome
  • When The Gun Draws
  • Body Baby
Neue Kritiken im Genre „HipHop/Rap“
5/10

No One Ever Really Dies
  • 2017    
6.5/10

The Beautiful & Damned
  • 2017    
4/10

Revival
  • 2017    
Diskutiere über „Pharoahe Monch“
comments powered by Disqus