Down Below - Sinfony 23 - Cover
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Down Below Sinfony 23


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Den Glücklichen unter uns die das Vergnügen hatten dieses Jahr bei Rock am Ring zu sein dürfte die nun folgende Band womöglich bereits ein Begriff sein: Passend zu ihrem Majordebüt „Sinfony 23“ touren die Herren von Down Below momentan durch die ganze Republik und sind auf vielen Bühnen anzutreffen. Passend zur bereits im Juni veröffentlichten Single „From The Highest Point“ wird wie gesagt nun der Longplayer nachgeschoben, der den Herren Neo Scope, Carter, Convex und Mr. Mahony nun den nationalen Durchbruch bescheren soll.

Der Opener „From The Hightest Point“, erscheint beim ersten Hinhören auch direkt ziemlich bekannt, erinnert das Intro doch stark an den Soundtrack zu Mission Impossible. Im Chorus lässt sich dann aber schon erkennen, welche Richtung die Jungs aus Leipzig verfolgen: Eingängige Rock-Melodien unterlegt mit einer gehörigen Portion Gothic. Der Titeltrack „Sinfony 23“ hingegen ist mehr durch Metal-Elemente gekennzeichnet und insgesamt deutlich flotter. Diesem leicht ambivalenten Konzept bleiben Down Below das gesamte Album über treu: Auf der einen Seite finden sich etwas langsamere Tracks („Heat“, „Empty“), die dann oftmals mit deutlichen Gothic-Parts auffallen, auf der anderen Seite handelt es sich um viele, teils richtig schnelle Tracks („Private and Security“, „On My Way“, „Dark Queen“) bei denen dann meistens doch die Schwermetaller die Oberhand behalten. Allerdings sei nicht verschwiegen, dass es auch hier die Ausnahme von der Regel gibt: „Down Below“ erinnert mit seinem träumerischen Piano-Intro unweigerlich an Evanescence, der, passenderweise „Farewell genannte, letze Song setzt nochmal auf Akustikgitarren und somit einen ruhigen Ausklang der Platte.

Musikalisch sind die Songs durch die Bank ziemlich überzeugend, auch textlich lässt sich an der einen oder anderen Stelle durchaus auch ein gewisser Tiefgang erkennen, der in sehr passender Weise mit der Eingängigkeit der meisten Songs korrespondiert. Insgesamt muss man hier sagen, dass die Jungs ein wirklich intelligentes Konzept verfolgen: Durch die oben beschriebenen Wechsel in der Stilistik der einzelnen Songs verhindern sie recht erfolgreich eine eindeutige Einteilung in eine bestimmte musikalische Schublade. Was hier dargeboten wird ist weder reiner Gothic, noch reiner Metal, noch sonst wirklich eindeutig zuzuordnen. Genau das bildet unter dem Strich die größte Stärke der Platte: Down Below gelingt es relativ unbeeindruckt von genrespezifischen Grenzen zu bleiben, was der Scheibe zugute kommt. Anderseits muss man anmerken, dass der angemerkten Eingängigkeit ein wirklich herausragender Song geopfert bleibt. Auf Anhieb kann kaum einer der Tracks, vielleicht mit Ausnahme von „Sinfony 23“, den Zuhörer beim ersten Mal richtig in seinen Bann ziehen. Auch wenn die „Hitfähigkeit“ einzelner Songs nicht das Hauptaugenmerk der Band ausmachen dürfte muss dieses als Manko angemerkt werden.

Aber wir reden hier ja immer noch über ein Erstlingswerk zu dem man den Herren von Down Below durchaus gratulieren kann. Die Substanz stimmt auf jeden Fall, der beschrittene Weg lässt auf weitere Projekte hoffen und die Fanbasis dürfte sich durch Events wie Rock am Ring wohl noch erweitern lassen. Bei „Sinfony 23“ handelt sich insgesamt um ein richtig ordentliches Album, an dem Freunde von schönen Melodien, gewürzt mit Gothic und Metal, durchaus ihren Spaß haben dürften.

Anspieltipps:

  • From The Highest Point
  • Sinfony23
  • Dark Queen
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