Dogs - Tall Stories From Under The Table - Cover
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Dogs Tall Stories From Under The Table


  • Label: Weekender/INDIGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

2005 haben die britischen Bands Arctic Monkeys, Razorlight und Damon Albarns Gorillaz die Musikwelt erfolgreich überschwemmt. Das Debütalbum der Dogs „Turn against this land“ ging da fast ein wenig unter, aber immerhin erschien der Erstling bei Branchenriese Universal, da setzte man auch auf das neue Rockpotential von der Insel.

Die Band Dogs um Frontmann Johnny Cooke löste sich von den Ketten des Riesen und das zweite Werk erscheint nun beim Independentlabel Weekender. Der erste Longplayer enthielt treibenden Punk-Pop, der klingt hier natürlich auch durch, aber das Konzept ist nun vielschichtiger: Mit „Dirty Little Shop“ beginnt der Reigen und mit viel Tempo legen die Briten einen guten Einstand hin, denn mit Gitarreneinsatz entwickeln sie eine einfache Melodie, die schön eingängig gleich den Sänger mit seiner hörbaren starken Energie vorstellt. Gute Tempowechseln lockern zusätzlich die Komposition noch auf und ein wirklich tanzbarer Punk-Popsong ist gefertigt, Respekt.

Die Hymne „Forget it all“ besitzt ebenso Qualität und reißt einen mit ihrer Energie regelrecht mit, die Begeisterung ist entfacht. Die fröhlich punkigen Songs sind nicht eindimensional konstruiert, zugegeben maßen kann nicht jeder Track eine Perle sein, aber die meisten Songs bleiben durch geschickte Tempowechsel abwechslungsreich. Die ziemlich raue Stimme von Sänger Cooke klingt zwar bei den ruhigeren Halbballaden wie „Chained to one“ und „Let it lay“ mit Paul Weller am Piano etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie gibt den Songs auch das gewisse Etwas.

„Let it lay“ setzt mit sehr viel britischem Charme, einer guten Komposition und gesungener Emotion einen richtig schönen Schlusspunkt. So wirklich ruhig wird es aber nie auf diesem Longplayer, dafür sorgen die tourerfahrenen Musiker von Dogs, die alle Songs selbst komponiert haben. Die fröhlich treibenden 41 Minuten Spielzeit machen einfach Spaß und der Johnny Cooke ist die Idealbesetzung, um den rauen Ton der Texte gesanglich umzusetzen.

Musikalisch haben sich die fünf Männer weiterentwickelt, bleiben aber dem guten Punk-Pop, der heute so erfolgreich produziert wird und eben eingängig klingt, treu. Den qualitativen Unterschied machen aber die durchaus vorhandene Ecken und Kanten in ihren Songs aus, die ihnen die Eigenständigkeit geben sollten, um nun endlich aus der Masse der Britrockbands herauszuragen.

Anspieltipps:

  • Dirty Little Shop
  • Soldier on
  • This Stone is a bullet
  • Let it lay
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