Rocket Uppercut - This Beautiful Tragedy - Cover
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Rocket Uppercut This Beautiful Tragedy


  • Label: Modern Noise/CARGO
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Irgendwo aus dem süddeutschen Raum (Regensburg?) entstammt die vierköpfige Indie-Noise-Rock-Kapelle Rocket Uppercut (zwei Mädels, zwei Jungs). Diese legt mit „This Beautiful Tragedy“ ihr Longplay-Debüt vor und muss deshalb im Info-Blättchen zum Album (noch) ganz schön trommeln, um die Aufmerksamkeit latent gestresster Rezensenten zu gewinnen. Aber mit Airplay-Listen, Pressespiegel, Konzerthistorie und Lebenslauf ist alles dabei – wenn nicht gar schon zuviel des Guten. Die Band beschreibt sogar mit eigenen Worten, wie ihre Musik klingt. Dabei wollen wir genau das lieber selber herausfinden.

Mit „The arrival“ machen die Vier alles richtig. Der Opener rumpelt mit ordentlich Schmackes und viel Groove los und verpackt in 2:20 Minuten, was den Hörer in den nächsten 38 Minuten erwartet: 12 Songs zwischen Noise- und Punkrock, garniert mit Orgelklängen und Melodien, die auf Eingängigkeit wert legen, auch wenn so manche Screamo-Attacke für Erstaunen sorgt. Für beides – also Orgel und Gesang – zuständig: Bianca Haslbeck. Die werte Dame treibt ihre Mitstreiter (Kevin Ippisch an der Gitarre, Melanie Westermeier am Schlagzeug und Max Mühlbauer am Bass) mit ihrem rastlosen Gesangsstil scheinbar ganz allein nach vorne. Sie keift, schreit und grölt („Smashing on love“), nur um im nächsten Moment in lieblich-feinen Harmoniegesang umzuschwenken „(We’ll always love the) stars“. Die Schöne und das Biest – vereint in einer Person…

Das Wohlgefühl ob des erfrischenden Sounds von Rocket Uppercut hält allerdings nur für etwa zehn Minuten bzw. ganze vier Songs an. Danach beginnt die Bands sich bereits zu wiederholen. Treibende Rhythmen, verzerrte Gitarren, ab und zu ein paar Screamo-Einwürfe zu poppigen Harmonien – alles wird auf „This Beautiful Tragedy“ mehrmals aufgekocht, ohne das wirklich neue Einfälle dazukommen. Dadurch rutscht das Album auf der nach oben und unten offenen Skala schnell in den Durchschnittsbereich ab, ohne nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Anspieltipps:

  • The arrival
  • Would I Stopp?
  • Smashing on love
  • (We’ll always love the) stars
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