L´âme Immortelle - 10 Jahre - Cover
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L´âme Immortelle 10 Jahre


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Irgendwie haben wir es in diesem Jahr mit einer verfrühten „Best Of/Greatest Hits“-Welle zu tun, die normalerweise erst zur Weihnachtszeit die Plattenläden verstopft. Aber warum auch nicht? Irgendein noch so nichtiger Anlass findet sich immer. Und im Fall des österreichischen Gothic-Duos L’âme Immortelle (Thomas Rainer und Sonja Kraushofer) ist er gar nicht so doof. Denn es gibt etwas zu feiern! Zehn Jahre ist die Band nun recht erfolgreich im Geschäft und z.B. in Deutschland regelmäßig im Mittelfeld der Charts zu finden.

Die Dekade zwischen dem Debüt „Lieder die wie Wunden bluten“ (1997) und der noch aktuellen Studioplatte „Auf deinen Schwingen“ (2006) wird nun auf dem Album „10 Jahre: Lieder aus den Ruinen unserer Träume“ dokumentiert. Es kommt mit insgesamt 17 Songs daher, darunter zwei unveröffentlichte Bonus Tracks, die die Entwicklung der Österreicher von einem Szene-Phänomen zu einer charttauglichen Band reflektiert und dabei den Leitsatz „zehn Jahre Liebe, Sehnsucht, Verlangen und Verzweiflung“ in Wort und Ton eindrucksvoll untermauert.

Dass L’âme Immortelle musikalisch sehr vielseitig sind (zu den Texten schweigen wir einfach mal), hat das letzte Studioalbum nicht beweisen können. Auf „10 Jahre“ ist das anders und Thomas Rainer kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Band sich in ihrem Stil nicht hat beirren lassen: „Wenn wir Bock auf einen Electro-Song hatten, haben wir Electro gemacht, und wenn wir Lust auf eine Ballade hatten, haben wir eine Ballade gemacht. Ich denke, viele Bands versuchen einfach zu fest, an einem Schema festzuhalten. Die sagen sich, wir haben jetzt eine Anhängerschaft, bestimmte Sachen dürfen wir da einfach nicht machen. Die haben Angst, ihre Fans, ihr Gesicht zu verlieren.“

Das der Crossover aus Electro-Sounds („Judgement“) und harten Gitarrenklängen („5 Jahre“), gepaart mit Depri-Lyrics aus der Gothic-Ecke („Lass mich fallen“), reibungslos funktionieren kann, wird mit dieser gekonnt zusammengestellten „Best Of“-CD sehr deutlich. Zum kennen lernen ist „10 Jahre“ deshalb sehr zu empfehlen. Ob sich die Fans wegen der zwei, drei vorhandenen Raritäten das Album unbedingt zulegen müssen, sollten jene mit sich selbst ausmachen.

Anspieltipps:

  • Phönix
  • 5 Jahre
  • Aus den Ruinen
  • Du siehst mich nicht
  • Life will never be the same again
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