Cut City - Exit Decades - Cover
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Cut City Exit Decades


  • Label: GSL/CARGO
  • Laufzeit: 34 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Interpol. Editors. She Wants Revenge. Namen, die einem sofort in den Kopf schießen, wenn man „Exit Decades“ von Cut City hört. Die drei Schweden aus Göteborg lassen sich ganz klar von der neuen Welle des New Wave tragen, ohne dass sie klingen wie die Kopie einer der genannten Bands. Beeinflusst wurden Max J. Hansson, David Hagberg und Oskar Andersson unverkennbar von Joy Division, und doch gibt es markante Unterschiede. „Exit Decades“ klingt auf eine gewisse Weise ein wenig positiver und durchweg tanzbarer als Joy Division und zum Beispiel Interpol. Obwohl Max J. Hanssons Stimme gerade der Stimme von Interpol-Sänger Paul Banks sehr nahe kommt.

Die Texte auf „Exit Decades“ sind dann auch weniger positiv als es die Musik vielleicht im ersten Augenblick vermuten lässt: „I've got the devil by my bedside / We talk from time to time / About our favourite son / And the bells that chime“ heißt es im Opener „Like Ashes Like Millions“. Nicht gerade die besten Aussichten, könnte man meinen.

Und tatsächlich: Optimismus scheint nicht die Sache der drei Schweden zu sein. Die oft sehr knapp gehaltenen Texte scheinen düster, gehen dem Grund für die düstere Stimmung jedoch nur selten nach. Ein Hauch von Weltschmerz macht sich da breit, nicht nur in „Just Pornography (For M.E.)“: This world's a way / Of letting you feel you're smart and funny / But you emptied your wit's barrel / The corridor's getting narrow / And the drugs can't even get you out of bed“. Insgesamt bleibt letztendlich der Eindruck, dass etwas ausgereiftere Texte dem Album gut getan hätten, um dem dichten, atmosphärischem Sound von Cut City gerecht zu werden.

Anspieltipps:

  • Like Ashes Like Millions
  • Damaged
  • Numb Boys
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