The Narrator - All That To The Wall - Cover
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The Narrator All That To The Wall


  • Label: Flameshove/ALIVE
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Sie wollen uns erzählen. Drei in Chicago lebende Music-a-holics wollen in keine Schublade gesteckt werden und machen das was ihnen gefällt. Frischer und punkiger Indie-Rock der durch eine fast schon unverschämt lässige Grundstimmung fasziniert. Wer etwas für Modest Mouse, Neutral Milk Hotel oder Say Anything übrig hat, wird an The Narrator seine hellste Freude haben.

Auch der Ausstieg ihres Drummers war für Sänger/Gitarrist Sam Axelrod, Bassist James Brown und Gitarrist Jesse Woghin kein musikalischer Karriere-Genickbruch und gemeinsam mit Musikern von befreundeten Bands wie z.B. Oxford Collapse, Sybris oder Lying In States entstand ihr neues Album „All That To The Wall“. Und dieses hat es durchaus in sich. Jeder der elf Songs klingt so, als hätte er bereits nach dem ersten Studiotake seinen Weg auf das Album gefunden. Unverschönt, rockig und improvisiert. Aber die Lieder wachsen mit der Zeit und man entdeckt bei jedem weiteren Durchlauf immer mehr Kniffe und Feinheiten im Narrator-Sound. Und auf einmal scheint das ganze dann doch nicht ganz so planlos aufgenommen worden zu sein.

„Son Of The Son Of The Kiss Of Death“ klingt genau wie sein Name. Schief, schräg und dunkel – einfach nur gut. Und das eingängige, mit absolutem Hitpotential ausgestattete „Surfjew“ ist ebenso wie das Lagerfeueratmosphäre versprühende „Panic At The Puppy Beach“ ein wahrhaftiger Hinhörer. „All That To The Wall“ ist überzeugender Schrammelrock der durch seine verspielten Gitarren und eine gewisse Portion Melancholie zu begeistern weiß. Wie auf dem Country angehauchten Bob Dylan-Cover, dem herrlich relaxten Zweizeiler „All The Tired Horses“ oder dem ungeschliffenen und rohen „Breaking The Turtle“. Das macht Lust auf mehr. Und mit „Chocolate Windchimes“ servieren uns The Narrator dann zum Abschluss noch ein ungemein deliziöses und melodiös-rockiges Indie-Dessert zum dahinschmelzen.

Erschütterung hervorrufende Gitarrenriffs, widerspenstige Harmonien und herrlich verschrobene, in bestem Garagensound vorgetragene Melodien machen „All That To The Wall“ zu einem erfrischenden und äußerst liebenswerten Verfechter anti-kommerzieller Independentmusik. Geheimtipp!

Anspieltipps:

  • Surf Jew
  • Panic At Puppy Beach
  • All The Tired Horses
  • Chocolate Windchimes
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