El Gordo - The Man Behind The Machine - Cover
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El Gordo The Man Behind The Machine


  • Label: Glen Ghost Records
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon die ersten Takte nach dem kurzen Intro machen klar, was auf „The Man Behind The Machine“ Sache ist: Stoner-Rock, so doomig und trocken, dass der Sand fast aus den Boxen zu wehen scheint. Freunde der guten alten Kyuss werden sich sogleich zuhause fühlen, trotzdem verkommen El Gordo, was frei übersetzt übrigens soviel wie „Fettsack“ heißt, nicht zur bloßen Kopie. Extrem lässig geht das Trio hier sein Ding durch.

So behaglich wie wuchtig beginnen die ersten Songs „The End And Black“ und „Black Diamond“, doch beginnt immer wieder die Spielfreudigkeit der Band durchzusickern, da gib es hier mal ein wunderbar dreckiges Fuzz-Gitarrensolo und sogar der Herr an Drums bekommt einmal seinen großen Auftritt. Manchmal ist vielleicht die Stimme des Sängers etwas zu dünn, doch schafft er es ganz gut die nötige Wüsten-Attitüde auch bei schnelleren Songs wie „The Last Show“ rüberzubringen.

Viele Experimente wagen El Gordo dabei freilich nicht. Alle weiteren Songs bewegen sich in demselben Spannungsbereich, mal etwas flotter („Do It!“) oder auch schon mal in Überlänge mit Jam-Anteil („Echo:Silence“). Am coolsten kommt jedoch „Close To Mexican Border“ rüber, das nur wegen der schwächelnden Produktion nicht vollends zünden kann.

El Gordo haben mit dieser Platte eine das Genre überdurchschnittliches Werk hingelegt. Für alle Freunde des Stoner-Rocks ist „The Man Behind The Machine“ sicherlich das ein oder andere Ohr wert, beinharte Jünger werden das Album wahrscheinlich sogar ziemlich klasse finden. Einsteiger sollten vielleicht erst einmal bei Kyuss bzw. Queens Of The Stone Age und Monster Magnet bleiben.

Anspieltipps:

  • Black Diamond
  • Close To Mexican Border
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