Spoon - Ga Ga Ga Ga Ga - Cover
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Spoon Ga Ga Ga Ga Ga


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Genau hinhören! Der Albumname entspringt nicht etwa einer mitternächtlichen Jamsession in der benachbarten Nervenheilanstalt.

Ga Ga Ga Ga Ga, aber alles andere als durchgeknallt. Eine Band aus Austin, Texas entdeckt ihre wahre Bestimmung. Ein ungemein lässiger Mix aus Rock, Soul und Funk. Nach dreizehn Jahren Bandhistorie hat die Gruppe Spoon mit ihrem sechsten Longplayer den Gipfel der Sexyness erreicht.

Genau hinhören! Der Albumname entspringt nicht etwa einer mitternächtlichen Jamsession in der benachbarten Nervenheilanstalt. Inspiriert wurde dieser durch den Sechs-Tasten Pianoanschlag des atmosphärischen Tracks „The Ghost Of Your Lingers“. Ein gleichermaßen simpler, wie auch vehement im Großhirn hallender Sound, der trotz seines fast schon monotonen Stakkato-Rhythmus eine unglaublich nachdrückliche Wirkung erzielt. Der Nachfolger von „Gimme Fiction“ besticht durch seine exzellente Instrumentierung und die fast schon beängstigende Lässigkeit mit der Frontman Britt Daniel und seine Mannen durch die knapp 37 Minuten Spielzeit geleiten. In den USA hat sich Spoon bereits einen Namen erarbeitet. Hierzulande ist diese ausgezeichnete Musikkapelle dagegen noch ziemlich unbekannt. Zeit das sich das ändert!

Fröhlich, flott und mit einer großen Portion Groove im Gepäck, lässt sich zum explosiven „You Got Yr. Cherry Bomb“ genau wie zu dem mit dominantem Bass ausgestatteten „Rhythm And Soul“ herrvorragend und genüsslich relaxen. Und auch sonst hat „Ga Ga Ga Ga Ga“ fast durchweg nur beeindruckendes zu bieten. Der Wiedererkenungswert von „Don’t You Evah“ ist enorm und „Eddie’s Regga“ ist nicht wie zu vermuten eine Hommage an Jamaika, sondern ein putzmunterer Song im zwanglosen Brit-Rock Gewand. Die vier verstehen es auch ohne Rockstarallüren und reißerische Storys abseits ihres Musikerdaseins auf sich Aufmerksam zu machen. Die Mischung macht’s. Höhepunkt des saucoolen Trips durch die diversen musikalischen Stilrichtungen ist ohne Frage „The Underdog“. Ein Brillantes Zusammensein von opulenten Wall-Off-Bläsern und akustischen Gitarren erzeugt ohne Umschweife ein breites Grinsen auf dem Gesicht.

„Ga Ga Ga Ga Ga“ ist das bisher beste Album von Spoon. Die gefühlvollen Kompositionen von Britt Daniel wachsen durch die unterschiedlichsten musikalischen Richtungswechsel und die instrumentelle Experimentierfreude der Band. Keine Spur erzwungen, ist diese Platte einfach nur gnadenlos locker. Die Times schrieb: „Brillanter Minimalistenrock“. Das kann man getrost so stehen lassen.

Anspieltipps:

  • Don’t Make Me A Target
  • The Ghost Of Your Lingers
  • Eddie’s Ragga
  • The Underdog
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