Motörhead - Better Motörhead Than Dead: Live At Hammersmith - Cover
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Motörhead Better Motörhead Than Dead: Live At Hammersmith


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 112 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie es sich für ein anständiges Jubiläumsprogramm gehört, sind sämtliche Kultsongs des agilen Herrentrios auf „Better Motörhead Than Dead: Live At Hammersmith“ vertreten.

Auf der 2005er „30th Anniversary Edition“ des eigentlich aus dem Jahr 2004 stammenden „Inferno“-Studioalbums gab es bereits den ersten Vorgeschmack darauf, was nun, gut zwei Jahre später, als hübsch aufgemachtes Doppel-Live-Album vorliegt: Nämlich einen sechs Songs umfassenden 30-Minuten-Live-Bonus der 30th Anniversary Show im Londoner Hammersmith Apollo vom 16. Juni 2005. Auf „Better Motörhead Than Dead: Live At Hammersmith“ gibt es nun die komplette Show auf zwei CDs mit insgesamt 23 Songs. Und mal abwarten, ob nicht irgendwann auch noch eine Full-Length-DVD von dem Auftritt erscheint.

Live-Alben sind für Motörhead-Fans nach drei Dekaden Sex, Drugs and Rock’n’Roll weder etwas Neues noch etwas Sensationelles. Trotzdem freut sich die Fanschar jedes Mal wie Bolle auf die dröhnenden Rundeisen von Herrn Kilmister und Co. Sie wissen eben den grundehrlichen, verschwitzen, whiskygetränkten Sound für echte Kerle zu schätzen und kaufen auch das x-te Hardrock-Schlachtfest, das von Album zu Album mehr mit Hits und (potenziellen) Klassikern wuchern kann.

Eine Motörhead-Show ist eine angenehm vertraute Sache – etwa wie nach einer langen Reise nach Hause zu kommen und wieder im eigenen Bett zu schlafen. Der gute Onkel Lemmy nimmt dich an der Haustür liebevoll in den Arm („Good evening. Welcome to the 30th fuckin’ anniversary show. We are Motörhead and we play rock’n’roll!”), gibt dir einen nach Jack Daniels und Marlboros schmeckenden Zungenkuss („Love me like a raptile“), nur im dich in den nächsten rund 110 Minuten mit einer laut donnernden Planierraupe aus Heavy Metal, Blues und Hardrock zu überfahren („Killed by death“) – eine amtliche Plättung, die ausnahmsweise Fahrer und Überfahrenem Spaß macht.

Wie es sich für ein anständiges Jubiläumsprogramm gehört, sind sämtliche Kultsongs des agilen Herrentrios, das schon so viele Jahre ganz hervorragend zusammen agiert (Lemmy: Engelsgesang und Möderbass, Mikkey „The Drums of Hell“ Dee und Phil Campbell als Gitarrengott), gemischt mit ein paar Titeln von „Inferno“, auf „Better Motörhead Than Dead: Live At Hammersmith“ vertreten. Das sorgt wieder für einen nett pfeifenden Tinitus, der sich gewaschen hat. Denn Motörhead muss man einfach „fuckin’ loud“ hören, bis das Blut aus der Muschel läuft. Weil: Diese räudige Mischung ist einfach unübertrefflich! Dabei ist die Formel scheinbar einfach: 49 % Motherfucker, 51 % Son of a Bitch. Aber versuch die mal zu kopieren…

Anspieltipps:

  • Overkill
  • Sacrifice
  • Stay clean
  • Over the top
  • Ace of spades
  • R.A.M.O.N.E.S.
  • Love me like a raptile
  • (We are) The roadcrew
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