The Polyphonic Spree - The Fragile Army - Cover
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The Polyphonic Spree The Fragile Army


  • Label: Essential/INDIGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Christlich angehauchte, symphonisch verschachtelte Popmusik, die ihre Wurzeln in den 60er Jahren hat, dargeboten von einer Art Hippie-Sekte mit über den Daumen gepeilt zwei Dutzend Mitgliedern, unter der Führung von Oberguru Tim DeLaughter, die ihre Songs in sogenannte Sektionen einteilt und von Album zu Album fortlaufend nummeriert – das ist die in einen Dreizeiler verpackte Kurzbeschreibung von The Polyphonic Spree aus Dallas.

Mit jeder Menge Bombast und Pathos in Form von großen Chören, Orchestereinsätzen, zuckersüßen Melodien und anderem Friede-Freude-Eierkuchen-Holladriho geht das texanische Musikerkollektiv auch auf seinem dritten Werk an den Start, so dass dem Hörer – je nach Veranlagung – beim Genuss der 12 neuen „Sections“ auf „The Fragile Army“ entweder das Herz vor Freude und Erleuchtung aufgeht oder die Faust genervt in der Hosentasche geballt wird.

Vermutlich liegt es an der Dosierung der polyphonischen Kirchen-Pop-Lieder, dass der Hörer am Ende der Dreiviertelstunde das Gefühl hat, als würden The Polyphonic Spree grundsätzlich viel zu dick auftragen. Denn in kleinen Einheiten verabreicht, entwickeln sich Stücke wie „Younger yesterday“, „We crawl“ und „Together we’re heavy“ zu echten Perlen der Popmusik, als würden Beatles, Queen und Mercury Rev gemeinsame Sache machen. So aber wird vermeintlich leichtes Liedgut ohne Not zu schwerer Kost.

Anspieltipps:

  • We crawl
  • Mental cabaret
  • The fragile army
  • Younger yesterday
  • Together we’re heavy
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