The Red Chord - Prey For Eyes - Cover
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The Red Chord Prey For Eyes


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Natürlich ist es kindisch beim Namen Fickeisen an unanständige Dinge zu denken. Zum Glück ist es genau dieser Mann, der das dritte Album „Prey for eyes“ der amerikanischen Deathgrind-Institution The Red Chord mit dem nötigen Druck versorgt um der sturen Bolzerei der Gitarristen (Mike McKenzie, Kevin Rampelberg) und den aggressiven Vocals von Shouter Guy Kozowyk einen roten Faden mitzugeben, an denen sich seine Mitstreiter halten können. Schließlich wäre eine Platte dieses Formats mit einem untalentierten Drummer zum Scheitern verurteilt, da schließlich die In-die-Fresse-schlagenden-Argumente dieses Herrn für die notwendigen Akzente sorgen müssen.

Dennoch gestatten sich die beiden Saitenzupfer plus Bassist Gregory Weeks in die eruptive Gestalt der 14 Stücke hin und wieder eine kurze Salve einzubauen, die den rhythmischen Stress im wahrsten Sinne des Wortes taktvoll auflockert und für einige, wenn auch wenige, Anhaltspunkte im technischen Gefrickel sorgt. Unterschiede zwischen den ähnlich gelagerten Kombos wie Despised Icon, Dillinger Escape Plan oder Psyopus sind dennoch marginal und auch The Red Chord verzichten nicht darauf, gelegentlich das Tempo zu drosseln wie in „It came from over there“ um dem unablässigen Highspeed-Riffing und dem musikalischen Arschtritt mal eine Pause zu gönnen.

Das kommt dem Gesamteindruck zugute, jedoch muss trotzdem eine Affinität zu dieser extremen Art des Metal vorherrschen um in den vollen Genuss von „Prey for eyes“ zu kommen, da auch hier die Grenze zwischen unkontrollierten Wutausbrüchen, die auf den Instrumenten ausgetragen werden (allgemein auch als Lärm bezeichnet), und technisch beeindruckender Darbietung verschwindend gering ist.

Anspieltipps:

  • Bone Needle
  • Responsibles
  • Dread Prevailed
  • It Came From Over There
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