David Bisbal - Premonición - Cover
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David Bisbal Premonición


  • Label: Vale Music/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist jedes Jahr das gleiche Spielchen: Wer holt sich den Sommerhit? Welcher Titel bleibt für immer mit dem Sommer XY in Verbindung, schnappt sich wochenlang den ersten Platz der Hitparade und wird später in den Jahresrückblicken im TV vom Publikum geträllert? Ein nicht zu unterschätzender Markt, für den es sogar Produzenten geben soll, die es regelmäßig darauf anlegen, ganz gezielt einen Ohrwurm für die warme Jahrezeit zu produzieren.

Doch viel schöner sind die zufällig entstandenen oder „aus dem Auslandsurlaub mitgebrachten“ Hits. Deshalb sind auch immer wieder Titel in spanischer und italienischer Sprache in der Verlosung zum Sommerhit des Jahres. Und genau hier befindet sich in dieser Saison ein Lied aus Spanien in der engeren Auswahl, das bereits im vergangenen Jahr erschienen ist, aber erst jetzt für Furore in Deutschland sorgt. Die Rede ist von „Silencio“, gesungen von David Bisbal, einem 28jährigen andalusischen Superstar, der von jedem seiner Alben mehr als eine Million Einheiten absetzt und in den noch nicht ganz sechs Jahren seiner Karriere mit Preisen überhäuft wurde.

Ausgestattet mit dem Sommerhitanwärter „Silencio“ und dem dritten Studioalbum „Premonición“ wird nun auch der deutsche Markt in Augenschein genommen. Und als wollte es der Sänger jedem recht machen, wurden die 12 Songs von fünf verschiedenen Produzenten betreut, darunter auch der deutsche DJ Sammy sowie der Hitfachmann Ric Wake (P!nk, Anastacia, Celine Dion), und von einer ganzen Songschreiber-Armada (u.a. Dan Warner, Lee Levin und John Falcone) mit David Bisbal als Co-Komponisten zusammengebaut. Der sich daraus ergebende Stilmischmasch fällt zwar nicht so unrund aus wie die Ansammlung beteiligter Produzenten und Songschreiber vermuten lässt, ein herausragendes, ja, vielleicht sogar mit Hits gespicktes Werk ist „Premonición“ dennoch nicht geworden.

Abgesehen von drei, vier bemerkenswerten Songs wie das leicht rockige „Quién me iba a decir“, das wunderbar eingängige Schmuckstück „Silencio“, das atmosphärische „Soldado de papel“ und die schöne (Halb-)Ballade „Como la primera vez“ haben wir es auf „Premonición“ mit gehobenem Durchschnitt zu tun, der auch unter dem Eindruck von Sommer, Sonne und Urlaub nicht richtig aus dem Quark kommt. Da nützen selbst auf modern getrimmte Dance-Rocksongs mit HipHop-Beats wie „Calentando voy“ oder die drei Versionen von „Torre de Babel“, von denen mindestens zwei zuviel sind, nicht viel. „Premonición“ ist und bleibt ein nettes Album, das den Superstarstatus von David Bisbal erahnen, aber nicht zu 100% nachvollziehen lässt.

Anspieltipps:

  • Silencio
  • Quién me iba a decir
  • Como la primera vez
  • Cuidar nuestrp amor
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