Soul Takers - Flies In A Jar - Cover
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Soul Takers Flies In A Jar


  • Label: Dragonheart/SPV
  • Laufzeit: 51 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Flies in a jar“ erkrankt an denselben Schwachpunkten, die bereits bei den Franzosen von Fairyland und ihrem letzten Werk „The fall of an empire” (11/2006) zugeschlagen haben. Eine mäßige Produktion und ideenlose Songs, die wenig Spannung bieten, waren dort die Hauptkriterien für eine schlechte Wertung. Dafür präsentierte der Fünfer ein wahrhaft fantastisches Cover-Artwork, das die Kompositionen bei weitem übertrumpfte. Selbst wenn die italienische Truppe Soul Takers mit der Darstellung von weiblicher, nackter Haut etwas weniger subtil für ihren neuen Output werben will, so ist auch hier eine Parallele zu ziehen, denn hübsch ist der Anblick des erleuchteten Engels ja schon.

Nichtsdestotrotz klappt es bei Dino Brentali (Gesang), Federica Badalini (Piano), Francesca Badalini (Gitarre), Jari Pilati (Violine), Andrea Grumelli (Bass) und Mauro de Brasi (Schlagzeug) mit der Musik ebenfalls nicht so richtig. Auf der einen Seite schmettert der Mann hinter dem Mikro seinen Text in opernhafter Manier aus sich heraus, dann knödelt er ihn wieder wie Al Bano Carrisi in schlecht verständlichem Englisch durch die Lautsprecher und auf der anderen Seite wirbelt mal ein Piano, mal eine schwermütige Violine unaufhaltsam durch die Stücke als ob jemand aus Versehen eine klassische Aufnahme über „Flies in a jar“ gelegt hätte.

Das wirkt alles andere als stimmig und nervt spätestens ab dem dritten Titel, da die restlichen Musiker mit ihrer Darbietung zusätzlich keine Präsenz aufbieten können und bestenfalls auf durchschnittlichem Niveau spielen. Den einen oder anderen schönen Moment können Soul Takers zwar erzeugen, für eine gelungene Platte reichen die vom Reißbrett konstruierten Allerwelts-Tracks, die ohne jeglichen dynamischen Umfang erklingen und lediglich mit düsterer Grundstimmung Atmosphäre erzeugen wollen, aber nicht.

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