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T.I. T.I. Vs T.I.P.


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht gnadenlos, aber immerhin abwechslungsreich.

Richtig neu ist T.I.s Konzept nicht. Eminem hatte Slim Shady, Tyrese seinen Alter Ego und Busta Rhymes besitzt sowieso unzählige verschiedene Persönlichkeiten. Doch ein Versuch ist es immerhin wert, denkt zumindest T.I.. Erst letztes Jahr ist ihm mit „King“ ein großer Durchbruch gelungen, nun steht der junge Amerikaner mit seinem neuen Werk „T.I. vs TIP“ in den Startlöchern.

Unterteilen kann man T.I. und T.I.P.s Album (ja, es ist immer noch eine Person) in drei Bereiche (Act 1, Act 2, Act 3). Den Anfang macht T.I.P, – Macher von knallharten Streettracks wie „Bring Em Out“ und „Top Back“. Als Opener gibt es die bereits ausgekoppelte Single „Big Shit Poppin (Do It)“ zu hören. Der von Mannie Fresh produzierte Song ist ein gelungener Auftakt, doch die Flaute folgt bereits beim nächsten Versuch. T.I.P präsentiert mit „Raw“ und „Da Dopeman“ zwei Durchschnittstracks ohne den richtigen Biss. Kurz: das haben wir alles schon einmal gehört.

Besser wird es leider auch nicht wirklich mit dem Support von Wyclef Jean („You Know What It Is“) und Jay-Z („Watch What You Say To Me“). Frischer Wind weht erst wieder mit „Hurt“ zusammen mit Alfa Mega und Busta Rhymes aus den Boxen. Nach „Hurt“ verlässt T.I.P auch schon wieder den roten Teppich und macht Platz für T.I., den selbst ernannten King of South. Auf sein Konto gehen Tracks wie "My Love" featuring Justin Timberlake und „Lets Get Away“.

T.I. hat mit einem Beat von Just Blaze in „Help Is Coming“ einen sehr guten Start. Gekonnt findet hier ein Wechsel von schnellen Passagen und ruhigen Orgelklängen statt. Doch wie schon zuvor bei T.I.P. schafft T.I. es nicht die Qualität zu halten. Es folgen weitere mittelmäßige und unspektakuläre Songs („We Do This“, „Touchdown“), obwohl hier sogar Eminem mit von der Partie ist. Doch hochkarätige Gäste machen ja bekanntlich keinen Klassiker. Das Feature zusammen mit Nelly geht schon eher in die Richtung, verdient aber auch keine Freudensprünge. Mit der Ballade „Don’t You Wanna Be High“ und dem smoothen „Swag“ begibt sich T.I. schon mehr in Hit-Gewässer. Beattechnisch hat hier mal wieder Wyclef Jean seine Finger mit im Spiel.

Zu guter letzt treffen die beiden Kontrahenten dann doch noch aufeinander. T.I. und T.I.P. liefern sich in den letzten drei Tracks einen gnadenlosen Battle – zumindest erhofft sich das der fleißige Käufer. Gnadenlos ist es dann doch nicht, aber immerhin abwechslungsreich. Die schnellen Songs „Tell Em I Said That“ und „Respect The Hustle“ sowie das ruhige „My Type“ sind textlich gut gelungen und auch eindeutig die Highlights des Albums.

Fazit ist, dass man sich von dem Titel „T.I. vs T.I.P.“ mehr direkte Zusammentreffen von den beiden Persönlichkeiten des MCs gewünscht hätte. Nach nur einem Jahr nach der letzten Veröffentlichung blieb dem jungen Rapper wahrscheinlich keine andere Möglichkeit, als auf den Kaufzwang der Fans zu hoffen. Denn mit etwas mehr Zeit hätte T.I.P, pardon T.I., mit Sicherheit ein solideres Album auf die Beine stellen können.

Anspieltipps

  • Hurt
  • My Swag
  • Tell Em I Said That
  • Respect This Hustle
  • My Type
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