Soundtrack - Harry Potter And The Order Of The Phoenix - Cover
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Soundtrack Harry Potter And The Order Of The Phoenix


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 52 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Es hat sich wieder einiges getan im Harry Potter-Kosmos. Nun, das ist schlicht untertrieben. 2007 ist DAS Jahr des Harry Potter. In keinem Jahr zuvor kochte die Potter-Mania auf derselben Stufe wie dieses Jahr, denn nicht nur ein neuer Kinofilm eroberte die Leinwand, sondern auch der siebte und letzte Teil der Saga, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, ist endlich auf Englisch erhältlich und wird Ende Oktober diesen Jahres auf Deutsch die Buchläden entern. Doch zurück zum Film. „Harry Potter und der Orden des Phönix“ ist die bislang fünfte Umsetzung des beliebten Fantasy-Romans und das Personalkarussell hinter den Kulissen ist nicht stehen geblieben. Am Regiestuhl hat dieses Mal David Yates („The girl in the cafe“, „Sex traffic“) Platz genommen, der bislang im TV-Bereich seine Sporen verdient hat und nun seine erste richtig große Arbeit für die Leinwand schaffen durfte. Musiktechnisch unterstützt ihn dabei ein alter Bekannter, der mit ihm bereits in den letzten Jahren kollaboriert hat: Nicholas Hooper.

Damit wird zwar ebenfalls ein relativ Unbekannter an einen umsatzträchtigen Stoff für Millionen Menschen herangelassen, doch der britische Komponist verrichtet seine Aufgabe entgegen aller negativen Voraussicht mit einer spielerischen Hingabe und einem Elan, der einem Harry Potter-Film bestens zu Gesicht steht und das heißt vor allem düster, geheimnisvoll und schwermütig, denn wer noch immer denkt, die Saga des kleinen Zauberlehrlings wäre etwas für Zehnjährige, der irrt. Zwar muss man sich anfangs durch das etwas gewöhnungsbedürftige „Fireworks“ beißen, das mit fetziger E-Gitarre und folkloristischen Klängen angereichert, etwas fehl am Platz ist, aber bereits der Track „Professor Dumbledore“ besticht durch ein leichtfüßiges Arrangement mit Triangel und Glockenspiel, während „Another story“ sich dem „Hedwig´s Theme“ von John Williams, der die Musik für die ersten drei Teile gestaltet hat, annimmt und es behäbiger und langgezogener erklingen lässt ohne auf den majestätischen Unterton zu vergessen.

Danach beginnt auch schon der Fall in die dunklen Untiefen mit „Dementors in the underpass“. Ab diesem Zeitpunkt wechselt Hooper zwischen düsteren Szenarien, die mit kunstvoll eingebetteten Hoffnungsschimmern durchtränkt sind und dynamisch versierteren Stücken, die durch eine plötzliche Eruption oder einem Crescendo der Instrumente des Kammerorchesters London ihren Reiz erfahren. Paradigmen hierfür sind das brillant in Szene gesetzte „The death of Sirius“ oder das mit einem wunderschönen Spannungsbogen durchzogene „The room of requirement“. Damit überbietet der Brite seinen Vorgänger Patrick Doyle in Sachen Disziplin bei weitem, denn hier wurde konsequent eine Linie eingehalten, die das Ganze zusammenhält. Leider haben sich deswegen stellenweise Längen eingeschlichen, die jedoch meist nicht von langer Dauer sind. Wodurch auch der neueste musikalische Beitrag für die Harry Potter-Filme eine Anschaffung wert ist.

Anspieltipps:

  • Possession
  • Another Story
  • The Death Of Sirius
  • Professor Dumbledore
  • The Ministry Of Magic
  • The Hall Of Prophecies
  • The Room Of Requirement
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