O´Death - Head Home - Cover
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O´Death Head Home


  • Label: City Slang/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Was anfänglich klingt wie eine feuchtfröhliche Darbietung von mehreren amerikanischen Traditionals, ist die Ausgeburt der New Yorker Truppe O´Death, rund um Greg Jamie (Gesang, Gitarrist), David Rogers-Berry (Schlagzeug), Gabe Darling (Banjo, Ukulele), Bob Pycior (Geige) und Jesse Newman (Bass). Anhand der Instrumentierung lässt sich dann auch ungefähr erahnen wie die ungestüme Darbietung des Fünfers zu klingen hat: Eine Gitarre oder ein ähnliches Saiteninstrument wird angeschlagen und gibt den Takt vor, bis sich nach und nach der Rest der Truppe hinzugesellt und beginnt aus einem Klanggewirr den roten Faden herauszufiltern, um den Hörer angesichts des rasanten Tempos in Staunen zu versetzen und zum Tanzen zu bringen.

Zumindest herrscht diese Vorgehensweise auf gut einer Hälfte des Debüts „Head home“ und zeugt von der Spielfreude der Kapelle aus Brooklyn. Ansonsten schalten O´Death wie in den wehmütig dargebotenen Wüstenballaden „O Lee O“ und „Travelin man“ oder den verkaterten Stücken „Jesus look down“ und „Nathaniel“ mehrere Gänge runter und streuen immer wieder kurze Instrumentals („The crab apple switch“, „Face mask“, „Rickety fence teeth“) dazwischen, die meist eines oder mehrere, mit diversen Gebrauchsgegenständen wie Glasscherben oder Dosen, bearbeitete Instrumente vorstellen.

Daher wirkt das Erstlingswerk der Amerikaner mehr wie ein Hörspiel mit unbändigem Experimentierdrang, denn wirklich ein Album zu sein, das gemütlich in den CD-Player eingelegt wird um sich zu entspannen oder genüsslich der Musik zu lauschen. Trotzdem sollten sich vor allem Fans von Clap Your Hands Say Yeah ein Exemplar sichern, denn wegen der oftmals windschiefen, gesanglichen Darbietung von Greg Jamie (Anspieltipp Nummer eins in dieser Sache: „Down to rest“) dürfte vor allem diese Fangemeinde mit dem abgedrehten Mix aus Country und Folk etwas anfangen können.

Anspieltipps:

  • O Lee O
  • Travelin Man
  • Down To Rest
  • Allie Mae Reynolds
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