Eric McFadden - Let´s Die Forever... Together - Cover
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Eric McFadden Let´s Die Forever... Together


  • Label: Bad Reputation Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn man den Namen Eric McFadden liest, werden zumindest Kenner von Bands wie Alien Lovestock, Angry Babies, Holy Smokes und einigen anderen an den Songwriter denken, der sich neben seiner Solo-Laufbahn immer wieder zahlreichen Bands sowie Projekten widmet. Zurzeit gilt sein Hauptaugenmerk den unter eigenem Namen veröffentlichten Singer/Songwriter-Werken, von denen mit „Let´s Die Forever… Together” ein neues Album der guten alten folkgetränkten Blues-Schule vorliegt und so manchen Suchenden mit Perlen der staubigen Wüsten-Atmosphäre versorgt.

Zu Gast sind Sam Bass, Paula O´Rourke, Freddie Price und viele andere begnadete Musiker, die ihre Liebe zum Detail in Form von halsbrecherischen Soli und feingliedrigen Rhythmus-Fundamenten offenbaren. Wem diese Namen nichts sagen und auch Eric McFadden unbekannt ist, sollten dennoch zahlreiche Durchläufe riskieren, um in den Genuss von bodenständigen, liebevoll gestalteten Kleinoden kommen zu können.

„What´s In My Head“ dümpelt schlaftrunken vor sich hin und zieht sich dabei mehr als einfach nur würdevoll aus der Affäre, wenn die Bläser zum Blick in die Abendsonne einladen und ein verspieltes Instrumentarium die Leichtigkeit des Hörers umgarnt. Überhaupt tänzelt man lässig zwischen dunklen, eindringlichen Blues-Szenarien mit herausragenden Gitarren-Einsätzen, spanisch angehauchten Traditionals und dem kratzbürstigen Charme eines Rock´n´Rollers. Eric McFadden versteht es, diese Spielarten zu vereinen und technisch versiert zeitlose Perlen anzubieten.

Losgelöst von Kopflastigkeit und mit dem omnipräsenten Gefühl von herziger Lebensweisheit ist das Album eine ausführliche Beschäftigung wert, die anhand von Flamenco-Gitarren und klassischen Country-Strukturen immer wieder überraschende, stimmige Wendungen nimmt und so als kleiner Geheimtipp den persönlichen Sommer in die zweite Runde gehen lässt. Kein ausgesprochenes Sommer-Album, aber eines, das genug Gefühl atmet und stilistisch begeistert, um eine von Musik geprägte Jahreszeit zu durchleben und sich an gereiften Wohltaten zu reiben.

Anspieltipps:

  • Sick Inside
  • Hole In My Faith
  • Lucky You
  • Dead Man's Lullaby
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