Sunshiners - Sunshiners - Cover
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Sunshiners Sunshiners


  • Label: Discograph/Rough Trade
  • Laufzeit: 65 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Vier sonnige Gemüter aus dem Süd-Pazifik, genauer: von den Vanuatu Inseln (für die Suche auf dem Globus bitte schon mal eine Lupe bereitlegen), liefern ihren musikalischen Beitrag zum Sommer 2007 ab. Nämlich ein pralles Dutzend Gassenhauer aus den 80er Jahren, die absolut jeder kennen sollte, verpackt in fluffige Reggae-Gewänder. Das weckt sofort gute Laune und Südsee-Feeling, auch wenn das Ganze nicht besonders originell ist. Denn im Reggae wird schon im immer gecovert was das Zeug hält. Doch dafür ist die Songauswahl nicht so vorhersehbar ausgefallen, wie befürchtet.

Nichtsdestotrotz ist das Debüt der Sunshiners eine durch und durch nette Sache. Der Hörer fühlt sich auf Anhieb wohl, eingehüllt in sanfte Reggae-Klänge und allseits bekannte Melodien. Das garantiert absolut stressfreies Hören und Urlaubsentspannung pur. Große Freude kommt besonders in den Momenten auf, in denen die Sunshiners unerwartetes Terrain betreten, etwa wenn sie sich den The-Cure-Klassiker „In between days“ vornehmen und genau wie Talk Talks „Such a shame“ und Depeche Modes „Shake the disease“ – allesamt Stücke aus der etwas düsteren Pop-Abteilung – gekonnt in fröhliche Reggaes umwandeln und damit den Eindruck vermitteln, dass nur diese die einzig wahren Interpretationen sein können.

Songs wie „Modern love“ (David Bowie) oder „Baby Jane“ (Rod Stewart) scheinen dagegen von Anfang an auf ihre Reggae-Metamorphose gewartet zu haben, so natürlich klingen diese Neubearbeitungen. Dazu gesellen sich mit „Every kinda people“ (Robert Palmer), „Don’t you want me“ (Human League) sowie „Everybody’s got to learn sometime“ (The Korgis) ein paar übliche Verdächtige, die in Reggae-Kreisen oft und gerne verwurstet werden. Doch sei’s drum. Das Gesamtpaket stimmt und macht Lust auf Sommer, Sonne und Cocktails.

Anspieltipps:

  • Modern love
  • Such a shame
  • In between days
  • Shake the disease
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