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Segrov Segrov


  • Label: Rec 90/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn ein waschechter Norweger Americana und Countrymusik komponiert, wird der interessierte Musikfreund neugierig. Andreas Segrov (Gesang, Gitarre), Roger Urhaug (Drums), Asmund Natas (Bass) und Eirik Jorstad (Pedal Steel, Dobro, Gitarre) nahmen nun im norwegischen Bergen ihr Debütalbum auf. Neben den genannten Einflüssen könnte man noch Jazz, Bossa Nova und Popmusik als Ingredienzien ihres ureigenen Stils nennen. Mit meist heller Stimme serviert Leadsänger und Songschreiber Segrov zusammen mit einer gut funktionierenden Band eine bekömmliche Mischung, die überzeugt.

Nach dem flotten „Get burned“, das eindeutige Country-und Folkelemente besitzt, folgt mit „Written in the Sand“ ein echter amerikanischer Countrytrack, den Europäer anscheinend auch beherrschen. Ein schneller Rhythmus mit den üblichen heulenden Gitarren unterhält den Musikfreund auf angenehme Weise. „Blessings“ beschwört mit jazzigen Klängen eine ruhige Baratmosphäre herauf, die echte Gemütlichkeit ausstrahlt. „It's never easy“ heißt die wunderschöne Ballade, die das stimmliche Vermögen des Herrn Segrov beweisen: Das wunderschöne Kleinod des begabten Songwriters begeistert nicht nur Folkpopanhänger mit Segrov ergreifenden Darbietung und Komponierkunst.

„Pointer on my watch“ groovt im Bossa-Nova-Style daher und die gelungene fröhliche Abwechselung in den sonst eher melancholisch angehauchten Tracks passt in den harmonisch wirkenden Longplayer hinein. Ein klangtechnischer Ausfall ist auf Anhieb nicht finden, obwohl es trotzdem keine perfekte Platte ist, dafür wird dann vielleicht zu oft die Handbremse angezogen und auf den großen Hit verzichtet. Aber das ist vielleicht dann auch die Stärke der Band Segrov.

Die skandinavischen Länder gelten nicht zu unrecht als Talentschuppen der Musikindustrie, nur bekommen die gehypten britischen Kollegen seltsamerweise mehr Geld und Aufmerksamkeit. Eine Fahrlässigkeit wäre es, den Werdegang der Band Segrov nicht weiter zu verfolgen und den gelungenen Erstling nicht kauftechnisch zu würdigen, verdient hätten die Norweger das, bei dem Potenzial das sie besitzen, auf jeden Fall.

Anspieltipps:

  • Strangely
  • Get burned
  • Blessings
  • It's never easy
  • Pointer on my watch
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