Rapsoul - Achterbahn - Cover
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Rapsoul Achterbahn


  • Label: Supersonic/SonyBMG
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

2005 begleiteten Rapsoul die legendären Backstreet Boys auf ihrer Deutschlandtour und brachten ihre Rap- und Soulmischung garniert mit deutschen Texten in die musikalische Öffentlichkeit. Ihr Debüt „Unbeschreiblich“ verkaufte sich sehr gut und 2007 haben die drei Jungs ein neues Werk geschaffen. Geändert hat sich nicht viel, weiterhin wird auf gerappte Balladen mit emotionalen Texten, die vor allem von der sanften Stimme des Soulsänger CJ Taylor leben, gesetzt.

Die erste Singleauskoppelung „Erste Liebe“ ist leider nur eine Coverversion von Robin Becks einzigem Hit „First Time“ aus den 80er Jahren und die Jungs haben flugs einen deutschen Text geschrieben und ein wenig an den Beats geschraubt, fertig ist der kalkulierte Charteinstieg. Die B-Seite klingt da schon interessanter: „Bapbabelubah“ nimmt sich die deutsche Musiklandschaft um Bushido, Bohlen und LaFee vor und klingt recht bösartig, das traut man den jungen Männern mit der sanften Attitüde gar nicht so zu. Rapsouls Stärken sind eindeutig Songs wie „Trennung für immer“, die stark auf die Tränendrüse drücken und mit netten Popbeats unterhalten, gerappt wird natürlich auch immer. „Der letzte Marsch“ überrascht positiv mit eindeutigen Anleihen an Xavier Naidoo, was nicht nur am geistreichen Text, sondern auch an der musikalischen wie stimmlichen Performance liegt.

Es gibt aber auch einige Ausfälle wie „Laura“, das textlich auf Rassismus abhebt, dabei aber recht plump vorgeht und daher langweilt. „Als ich 16 war“ schwelgt in nostalgischen Jugenderinnerungen der Drei, die nicht erwachsen werden wollen: Ein überflüssiger Track, der eher zur Zielgruppe der meist jungen Käufer passt als zu den mittlerweile 25- bis 30jährigen Bandmitgliedern, denen man das nicht mehr abnimmt. „FSK 18“ fällt eher negativ aus dem Rahmen, da der betont schlüpfrige Text doch sehr bemüht wirkt.

Den größten Anteil stellen eindeutig die Herz-Schmerz-Songs, die ab und zu etwas beliebig klingen, doch sicher ihre Radiospielzeit bekommen werden. Es fällt schwer, ein hartes Urteil zu fällen, doch scheint sich auch das zweite Album im selben Fahrwasser der souligen Popsongs zu bewegen, die zwar niemandem wehtun, aber schnell vergessen werden.

Anspieltipps:

  • Bapbabelubah
  • Trennung für immer
  • Der letzte Marsch
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