David Orlowsky Trio - Noema - Cover
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David Orlowsky Trio Noema


  • Label: Classical/SonyBMG
  • Laufzeit: 55 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

15 herrlich eigenwillige Stücke, die trotz ihrer komplexen Strukturen federleicht wirken.

David Orlowskys Klezmorim – wer oder was ist das denn? Also schnell mal bei Wikipedia nachgeschaut und festgestellt, dass „... ’Klezmer’ eine aus dem Judentum stammende Volksmusiktradition ist. Etwa um das 15. Jahrhundert entwickelten Klejzmorim oder Klejzmerim genannte Musiker eine Tradition weltlicher jüdischer Musik. Sie orientierten sich an bestimmten religiösen Traditionen, die bis in biblische Zeiten zurückreichten; ihre musikalische Ausdrucksweise entwickelte sich indessen weiter bis in die Gegenwart. Das Repertoire besteht vor allem aus Musik zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen. Ursprünglich bezog sich der Begriff Klezmer (plural: Klezmorim) auf die Musiker. Erst seit Beginn des Revivals, der Wiederentdeckung dieser Musik in den USA in den 70er Jahren, findet der Begriff Anwendung zur Bezeichnung des musikalischen Genres. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden diese Musik zumeist „jiddische“ Musik genannt. Unter der Bezeichnung Klezmer versteht man ausschließlich instrumentale Musik.“

Damit sind wir schon mal ein gutes Stück schlauer. Aber wer ist David Orlowsky? Hier hilft uns die Plattenfirma auf die Sprünge: „David Orlowsky, 1981 in Tübingen geboren, begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 10 Jahren als Schlagzeuger und wechselte erst drei Jahre später zur Klarinette. 1997 belegte er einen Kurs unter der Leitung von Giora Feidman. Der war von dem Talent des jungen Klarinettisten so begeistert, dass mehrere gemeinsame Auftritte folgten. David Orlowsky ist mehrfacher Bundespreisträger beim Wettbewerb Jugend musiziert. Zahlreiche Konzertreisen mit verschiedenen Ensembles führten ihn u. a. nach Schottland, Portugal und Südafrika. Er wurde von Rudolf Mauz, Jörg Widmann, Charles Neidich und Eddie Daniels unterrichtet, arbeitete mit Künstlern wie Gidon Kremer, Giora Feidman und Marcia Haydee zusammen und war auf namhaften Festivals zu Gast wie z. B. dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Rheingau Musikfestival und Gidon Kremers legendärem Lockenhausfestival 2005. Er studierte klassische Klarinette bei Prof. Manfred Lindner an der Folkwang-Hochschule in Essen. Seit Januar 2007 studiert er bei Charles Neidich an der Manhattan School of Music in New York City.“

David Orlowskys Klezmorim (neben dem Klarinettisten David Orlowskys sind dies noch Florian Dohrmann am Kontrabass und Jens-Uwe Popp an der Gitarre) präsentiert auf dem Debütalbum „Noema“ 15 herrlich eigenwillige Stücke, die trotz ihrer komplexen Strukturen federleicht wirken und den traditionellen Klezmer mit Elementen aus Jazz und Klassik verbinden. Das Trio spielt virtuos auf und beeindruckt mit musikalischem Können, das nicht nur Special-Interest-Anhängern vorbehalten bleiben sollte. Denn was die Band selbst als „Chamber World Music“ bezeichnet, ist allerfeinste Kunst, die sich keiner entgehen lassen darf.

Anspieltipps:

  • Luná
  • Mazeltov
  • Balkanplatte
  • Lehavi Barosh
  • The ultimate Bulgar
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