Figurines - When The Deer Wore Blue - Cover
Große Ansicht

Figurines When The Deer Wore Blue


  • Label: Pop-U-Loud/Rough Trade
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Avantgardistische Indie-Pop-Musik, die ganz tief in den 60er Jahren verwurzelt ist. Die dänische Band Figurines geht ihren Weg konsequent weiter und entwickelt sich von Album zu Album zu einer ganz besonderen Kapelle, die auch auf dem dritten Longplayer „When The Deer Wore Blue“ wieder höchsten Ansprüchen genügt.

Die Mannen um Kreativkopf Christian Hjelm und dem Produzenten Jeremy Lems (Smog, Jim O’Rourke, Joan Of Arc, Loose Fur) bedienen sich diesmal bei den ganz Großen der Pop und Rockmusik der Sixties und tanken dabei tonnenweise Inspiration für ein Album, das aus einer anderen Welt zu kommen scheint und niemals das Produktionsjahr 2007 vermuten lassen würde.

Mit liebevoller Detailversessenheit und großem Können an ihren Instrumenten, macht sich das Quartett aus Aalborg an eine Songsammlung, die zwischen „Pet Sounds” von den Beach Boys („The air we breathe”), etwas ruppigeren Beatles, zirka als diese Drogen und Hare Krishna entdeckten („Hey girl“, „Drove you miles“), schwebenden Melodien á la Pink Floyd („Drunkyard’s dream”) und den verschrobenen Klangwelten von The Velvet Underground („Angels of the Bayou“) alles auffährt, was die Vorstellungskraft in das – sagen wir mal – Jahr 1967 hineininterpretiert. Das ist Indie-Pop auf der Maximalstufe: Leicht psychedelisch, melodieorientiert und doch verspielt, etwas schräg und doch eingängig.

Unterm Strich großes Kino für Fans der Popmusik vergangener Tage, die sich wie Bolle darüber freuen können, dass diese Band aus Dänemark das Jahr 1967 nach 2007 holt!

Anspieltipps:

  • Let’s head out
  • Drove you miles
  • The air we breathe
  • Drunkyard’s dream
  • Angels of the Bayou
Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Figurines“
comments powered by Disqus