The Maccabees - Colour It In - Cover
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The Maccabees Colour It In


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Keiner älter als 23, alle mit mächtig Hummeln im Hintern und zumindest vorübergehend „the next big Thing“ auf der britischen Insel.

Bloc Party, The Futureheads und die Arctic Monkeys (um nur eine kleine Auswahl zu nennen) haben den Takt für eine neue, junge Brit-Rock-Generation vorgegeben. Und jetzt zieht bereits die nächste hinterher. So schnell geht das. Zu ihr zählen Bands wie Milburn, Little Man Tate, The Fratellis und natürlich die Studentencombo The Maccabees, die sich als letzte der genannten Bands anschickt, ihr Debütalbum international in die Runde zu schicken, nachdem die Presse in der Heimat schon total verzückt und ein ganz Rudel Singles veröffentlicht wurde.

„Colour It In“ heißt das von Stephen Street (Kaiser Chiefs, Feeder, Suede), Ben Hiller (Doves, Depeche Mode, Blur) und dem Del-Amitri-Gitarristen Iain Harvie prominent produzierte Werk, das sich mit herrlich zerrenden Rhythmen („Latchmere“, „Tissue shoulders“), gniedelnden Gitarren („X-Ray“, „About your dress“) sowie Robert-Smith-auf-Speed-Vocals („Precious time“) an den erfolgreichen Neo-New-Wave-Zug anhängt. Das kann zwar zur kleinen Identitätsproblemen führen, denn inzwischen ist es immer schwerer, einzelne Bands zu unterscheiden, die den zweiten oder dritten New-Wave-Frühling ausmachen, aber interessiert das jemanden, wenn er im Gegenzug ein Dutzend Hits, komprimiert auf 35 Minuten Spielzeit um die Ohren gehauen bekommt?

Vermutlich nicht. Und so geht es mit nur selten verringertem Tempo im Husarenritt durch ein Feuerwerk der guten Laune, mit dem schon das berühmte Glastonbury-Festival gerockt wurde – und sei es „nur“ in einem der Nachwuchszelte. Vollkommen egal. Was die fünf Londoner aus der studentischen Wahlheimat Brighton mit nur einem Album im Gepäck anzustellen in der Lage sind, war deutlich zu sehen bzw. zu hören und ist auch in Konservenform auf „Colour It In“ nicht wegzudiskutieren. Deshalb bitte merken: Orlando Weeks (Gesang), Hugo White (Gitarre), Felix White (Gitarre), Rupert Jarvis (Bass) und Dylan Thomas (Schlagzeug). Keiner älter als 23, alle mit mächtig Hummeln im Hintern und zumindest vorübergehend „the next big Thing“ auf der britischen Insel und vielleicht auch bald bei uns.

Anspieltipps:

  • Mary
  • X-Ray
  • Happy faces
  • Precious time
  • About your dress
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