Gorefest - Rise To Ruin - Cover
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Gorefest Rise To Ruin


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 48 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf „La muerte“ (2005) haben sich Gorefest nach der Reunion 2004 nur warmgespielt, denn erst auf „Rise to ruin“ wird nun wieder standesgemäß gebrandschatzt, abgeholzt und alles in Schutt und Asche gelegt. Vorbei sind die Zeiten des Death´n´Roll, vorbei der Drang nach Veränderung im Klangkosmos der niederländischen Todesblei-Techniker. Die neun Stücke des mittlerweile siebten Studioalbums strotzen vor durchschlagenden Argumenten, erbarmungsloser Geschwindigkeit und einer teilweise geradezu progressiven Herangehensweise. Durch mehrere geradlinige Strukturen verlieren einige Tracks zwar ihren Reiz, schlecht ist die neue Dampframme dadurch aber keinesfalls.

Pickt man gleich zu Beginn das Herzstück der Platte, das neunminütige „Babylon´s whores“, heraus, es könnte der Verdacht entstehen, Dream Theater hätte sich plötzlich dem Death Metal verschrieben und diesen Brocken in all seiner rhythmischen Raffinesse und abwechslungsreicher Dynamik fabriziert. Da hinter diesem hakenschlagenden Wahnsinn allerdings Jan-Chris de Koeijer (Gesang, Bass), Boudewijn Bonebakker (Gitarre), Frank Harthoorn (Gitarre) und Ed Warby (Schlagzeug) stecken, spitzt man gleich doppelt die Ohren. Aufgewärmt wird der Hörer schon mit „The war on stupidity“ und „A question of terror“, die allesamt nicht mehr als verbrannte Erde zurücklassen.

Auf diesem Niveau halten dann die restlichen Stücke, jedoch schleichen sich gelegentlich Schönheitsfehler wie zu lang anhaltende Midtempo-Passagen oder zu ähnlich gestrickte Highspeed-Parts ein, die dem ansonsten (auch durch die markigen Growls von de Koeijer) ungezügelten Hörvergnügen eine Dämpfung verpassen. Nichtsdestotrotz darf „Rise to ruin“ eine uneingeschränkte Empfehlung ausgesprochen werden.

Anspieltipps:

  • Babylon´s Whores
  • A Question Of Terror
  • The War On Stupidity
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