Common - Finding Forever - Cover
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Common Finding Forever


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Be” erhielt vier Grammy-Nominierungen, Platin-Status, einen Grammy für die Single „Love of my life“und wurde als ein weiteres Classic-Album auf der Liste von Lonnie Rashid Lynn aka Common abgehakt. Produzent von Commons 2005-er Erfolg „Be“ war zum größten Teil Kanye West. Beide Künstler kommen aus Chi-Town, Chicago. Beide wissen, wie man richtig guten HipHop macht. Und Beide haben sich auch für Commons siebtes Werk „Finding Forever“ zusammengesetzt, um eine weitere Classic-LP zu produzieren. Der Plan geht eindeutig auf. Zwar finden sich nur 12 Tracks auf Commons neuestem Album, doch alle Songs können mit einem fetten Ausrufezeichen versehen werden. Es geht von soulig-inspirierten Stücken („Drivin’ me wild“, „So far to go“, „Forever begins“, „Break my heart”) über typische Kanye-West-Produktionen („Start the show“, „U, black maybe”) zu Good-Old-HipHop-Songs („The game“, „The people“, „Southside“).

Ein echtes Highlight ist „The People”, das mit einem Orgel-Spiel beginnt und anschließend in einen verrückten Musik-Mix übergeht. Common beweist hier direkt zu Anfang seine lyrische Genialität. Auch das von UK-Sängerin Lily Allen unterstützte „Drivin’ Me Wild“ watet mit einem träumerischen Refrain und natürlich einem gedanklichen Common, der seine Kommentare über Beziehungen und Individualität zum Besten gibt, auf. Unterlegt ist dieser Geheimtipp mit einer Kanye West Piano Dripping Produktion.

Einen starken Kontrast findet man in dem Jazz-inspirierten „U, black maybe“ und den Funky-Tönen von „I want you“. Letzteres wurde von Will.i.Am produziert, der auch gleich dem Refrain seine Stimme leiht. Commons Rap ist hier wieder einwandfrei, passt aber leider nicht immer zum Beat. Auch Will.i.Ams Hook-Gesang war schon einmal besser. Mit „The game“entfernt sich Common aus dem Soul-Gebiet und taucht in die Welt des Street-Rap ein. Der legendäre DJ Premier scratcht hier eigens für Common und hilft Kanye bei der richtigen Rhythmus-Findung für den dunklen Rap von Lonnie Rashid Lynn: „They tried to back me like Cassius, Clay, hey I’m like Mohammad when he fasted / opposing the fascits, made cuts and got gashes, scratches over third eye-lashes / punchlines are like jab hits to rappers, who’s careers are now ashes, they’re too many slashes, in his name.“ Zuvor überzeugt die Chi-Town-Connection, Common und Kanye, in „Southside“ mit einem rebellischen Beat im Louis Vuitton Don-Style.

Neben Kollabos mit Liliy Allen und Kanye West hat Common ausserdem den verschollen geglaubten sexy D’Angelo mit ins Boot geholt. Zusammen mit dem legendären R&B/Soul-Schnuckel hat Coms das smoothe „So Far To Go“ auf die Beine gestellt. Einfach zum dahin schmelzen. Nach 50 Minuten non-stop gutem Hip Hop ist klar, was Common mal wieder geschafft hat: ein monumentales HipHop-Werk, voller tiefgreifenden, selbstkritischen und politischen Themen mit Einflüssen des Rap, Soul, Jazz und Funk. Das Chi-Town-Dreamteam hat das Ziel erreicht: „Finding Forever“ beginnt dort, wo „Be“ aufgehört hat. Dope!

Anspieltipps

  • The People
  • Southside
  • The Game
  • U, black maybe
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