Fueled By Fire - Spread The Fire - Cover
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Fueled By Fire Spread The Fire


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Fueled By Fire spielen vielleicht etwas auffällig mit ihren Einflüssen, die Wirkung verfehlt das Debüt „Spread the fire“ aber keineswegs. Herrlicher Old School Thrash bläst ab dem instrumental gehaltenen Opener „Ernest goes to hell“ aus den Boxen und lässt so gut wie keine Reminiszenz an die frühen 80er, die Hochzeit dieser schnellen Spielart des Metal, aus. Die Gitarren suhlen sich in technischen Geplänkeln, der Sänger kreischt mit seinem rauen Organ die Lyrics aus sich heraus und nur der Drummer scheint auf die immer gleichen Strukturen zu bauen. Wahrscheinlich klingt sein Instrument deswegen als ob ein Kugelschreiber auf einen Schreibtisch klopfen würde. Das trübt zwar etwas die Freude am Output der aus Norwalk, Kalifornien stammenden Truppe, dürfte allerdings sowieso mehr konzeptueller Natur sein.

Je länger der Silberling jedoch im CD-Player verweilt, desto stärker wird das Verlangen wieder die alten Slayer-, Annihilator-, Metallica-, und Testament-Scheiben einzulegen und zu Klassikern wie „Reign in blood“ (1986), „Alice in hell“ (1989), „Master of puppets“ (1986) oder „The legacy“ (1987) abzugehen bzw. die Luftgitarre mächtig kreisen zu lassen. Denn: Fueled By Fire machen ihre Sache richtig gut und bezeichnende Titel wie „Striking death“, „Massive execution“ oder „Dreams of the terror“ knallen ordentlich in die Rübe, aber besser als die oben genannten Bands und ähnlich gelagerte Kombos dieser Ära sind die vier von der Rückseite der Promo-Platte grimmig dreinblickenden Typen keinesfalls.

Dazu fehlt einfach die Atmosphäre, die eine Scheibe wie „Reign in blood“ oder „Master of puppets“ legendär gemacht hat. „Spread the fire“ ist zwar verdammt schnell und technisch einwandfrei, doch die schwammige Produktion, die wohl den Spirit der 80er transportieren sollte, und die elf Tracks, die dem Genre allesamt keine Innovationen einbringen, lassen das Debüt ziemlich schnell im Regal verschwinden. Dann doch lieber Neo Thrash der Marke Trivium und Sanctity.

Anspieltipps:

  • Striking Death
  • Dreams Of Terror
  • Massive Execution
  • Command Of The Beast
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