The Absence - Riders Of The Plague - Cover
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The Absence Riders Of The Plague


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Sekunde lassen The Absence dem Hörer Zeit um zu verschnaufen. Eine Sekunde in denen er möglichst schnell den Sicherheitsgurt anlegen sollte, bevor die Höllenfahrt mit „Riders of the plague“ begonnen wird. „Dead and gone“ knüppelt in gleichem Maße unerbittlich hernieder und erschließt sogar so etwas wie einen Refrain, was bei Jamie Stewart (Gesang), Patrick Pintavalle (Gitarre), Peter Joseph (Gitarre), Nicholas Calaci (Bass) und Jeramie Kling (Schlagzeug) als Gestaltungselement eher selten ist. Viel lieber konzentrieren sich die Fünf auf einen dichten Sound, der mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückt, die gesamte Spielzeit von nicht ganz einer Stunde über für Abwechslung sorgt.

Das wird einmal durch einen stimmungsvollen Beginn wie in „The murder“ offensichtlich, stößt aufgrund hakenschlagender, gut durchdachter Instrumentals („Prosperity“, „Outro“) auf offene Ohren oder macht sich schlicht und ergreifend durch die hingebungsvolle Darbietung aller an ihren Instrumenten bemerkbar. Vor allem die oft eingesetzten Gitarrensolos peppen die Tracks auf und geben ihnen die richtige Würze. Außerdem versucht Drummer Kling stets facettenreich auf seine Felle zu dreschen und alles mit der richtigen Prise Doublebass abzuschmecken.

Doch wo gehobelt wird, da fallen Späne und so ist „Riders of the plague“ letztendlich doch ein kleines Bisschen zu lange geraten, da der eine oder andere Titel („Echoes“, „Awakening“) zu sehr in die Länge gezogen wurde. Dadurch verliert der Nachfolger zu „From your grave“ (2005) einiges an Durchschlagskraft, prinzipiell spricht aber nichts dagegen den Growls von Jamie Stewart und der gnadenlos preschenden, zwischen Thrash und Schweden-Death pendelnden Instrumentenabteilung von The Absence ein Ohr zu leihen. Abgesehen davon ist „Into the pit“ wohl eines der besten Testament-Covers, die man bislang zu hören bekommen hat.

Anspieltipps:

  • Prosperity
  • Into The Pit
  • The Murder
  • World Divides
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