David Readman - David Readman - Cover
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David Readman David Readman


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Zugegeben, auf den ersten Blick ist David Readman wohl nicht jedem Musikfan ein Begriff. Bei etwas näherer Betrachtung fällt dann jedoch schnell ins Auge, dass es sich hier um den Sänger der doch recht weitläufig bekannten Band Pink Cream 69 aus dem schönen Karlsruhe handelt. Der Brite Readman stiess 1994 zu den, zu dieser Zeit bereits durchaus erfolgreichen, Herrschaften von Pink Cream 69 hinzu um Gründungsmitglied Andi Deris zu ersetzen, der zukünftig sein Glück bei „Halloween“ versuchen wollte. So verwundert es auch nicht, dass sich ein guter Teil seiner Band aus Musikern dieser Band zusammensetzt und auch der Sound seines hier vorgestellten Soloalbums „David Readman“ oftmals an die Musik von Pink Cream 69 erinnert.

Der Opener „Without You“ ist eine flotte up-Tempo-Nummer mit ordentlichem Druck in den unteren Frequenzen die zugleich die stimmliche Qualität Readmans offenbart. „Take These Tears“ ist eine schöne Ballade, die unweigerlich an Whitesnake erinnert. Insgesamt ruft Readmans Stimmt oftmals Erinnerungen an David Coverdale in seinen besten Zeiten ins Gedächtnis. „Gentle Touch“ beginnt mit einem schönen Keyboard-Pad und verfügt ebenfalls über bereits beschrieben Druck im Bass, „New Messias“ ist einer der wenigen Tracks, in dem sich die Jungs auch mit akustischen Instrumenten versuchen – durchaus ansehnlich. Gleiches gilt für „Over The Ocean“ oder auch „Love In Vian“.

Aber insgesamt beinhaltet David Redmans Solowerk nicht sonderlich viele Überraschungen: Insbesondere der Mittelteil der Scheibe hört sich ziemlich gleich an, hier finden sich kaum innovative Elemente in den Songs, die einen wirklichen Unterschied zu den Tracks aufweisen, die Readman als Sänger von Pink Cream 69 intoniert. Dabei verfügt er zweifelsfrei über eine Stimme, die es ihm eigentlich ermöglichen sollte, verschiedene Styles und Genres zu bedienen. Gerade dieser Aspekt ist am vorliegenden Album etwas enttäuschend: Die Freiheiten die ein Soloalbum bietet werden kaum ausgereizt, es fehlt der experimentelle Touch und der Mut auch einmal in andere musikalische Sphären vorzudringen. Schade, denn der Vergleich mit David Coverdale ist nicht überzogen, das Potential für richtig gute Songs erfüllt Readman ebenso wie die um ihn versammelten Musiker allemal.

Die oben beschriebenen Tracks sind Beweise dafür, dass es nicht an Talent und Können mangelt. Somit bleibt zu hoffen, dass dies nicht das letzte Album von David Readman war, denn mit den entsprechenden Tracks lässt sich vermutlich ein richtig gutes Album aufnehmen. Bis dahin muss sich die Musikgemeinde aber wohl noch etwas gedulden: Denn das vorliegende Album ist nicht schlecht – aber leider auch nicht wirklich fesselnd.

Anspieltipps:

  • Without You
  • Take These Tears
  • New Messia
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