Nora - Save Yourself - Cover
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Nora Save Yourself


  • Label: Trustkill/SPV
  • Laufzeit: 36 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Laut den amerikanischen Alternative Press Magazinen ist Nora, eine fünfköpfige Hardcore-Truppe bestehend aus Carl Severson (Gesang), Matthew Hay (Gitarre), Stephen Chladnicek (Gitarre), Mike Olender (Bass) und Christopher Ross (Schlagzeug), eine Band „you need to know“. Zumindest erklärt das der Waschzettel zum neuen und bislang dritten Werk der seit 1998 fungierenden Combo aus Highland Park, New Jersey. Dass im Titel „Save yourself“ allerdings auch ein kleines Körnchen Wahrheit versteckt ist, kommt nicht von ungefähr, präsentieren sich die Amerikaner schließlich als Light-Version der schwedischen Refused, die (richtig geraten) seit 1998 leider nicht mehr unter den bestehenden Bands weilen.

An und für sich ist es ja keine Schande den Stil und den Gesang einer genialen Truppe zu imitieren, aber was Nora auf ihrem neuen Langeisen aufführen, grenzt beinahe schon an Häresie, kupfern die fünf Amis schließlich dermaßen ungeniert bei Lyxzen & Co., das es schon wieder weh tut. Das fängt bei der stimmlichen Darbietung Seversons an und endet beim Instrumentengeknüppel. Innerhalb des etwas über eine halbe Stunde dauernden Longplayers gibt es nichts zu hören, was in dieser oder ähnlicher Form nicht schon Refused und ähnlich gelagerte Truppen des letzten Jahrzehnts abgeliefert hätten.

Ein bisschen prolliges Gehabe von Sick Of It All, etwas NOFX-Punkrock und ganz viel Schweden-Hardcore der Marke Refused: Das ist Nora anno 2007 – also uninteressant und meilenweit von irgendeiner Sensation entfernt, da die rhythmischen Großtaten von Refused (wer „The shape of punk to come“ kennt wird wissen, was damit gemeint ist) einfach außen vor gelassen wurden und stur geradeaus geknüppelt wird. Manchmal wirkt das Material etwas aufgeräumter und stimmiger, prinzipiell ist man mit den Scheiben oben genannter Bands aber wesentlich besser bedient. Und sind einem die Werke dieser Kombos bereits bekannt, ist „Save yourself“ sowieso vorhersehbar und langweilig.

Anspieltipps:

  • Broken
  • The Moment, The Sound, The Fury
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