It Dies Today - Sirens - Cover
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It Dies Today Sirens


  • Label: Trustkill/SPV
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem der Medienrummel um die angeblich jugendgefährdende Emo-Szene wieder still und heimlich abgeklungen ist, geht das Leben für die My Chemical Romances und Panic At The Discos dieser Welt wieder in normalen Bahnen weiter, wahrscheinlich bis ein neuer Output erneute Kontroversen aufwirft, auf die sich die Journaille stürzen kann. Eine Veröffentlichung, die den Stein jedoch kaum ins Rollen bringen wird, ist „Sirens“, das zweite Werk der fünf aus Buffalo, New York stammenden Jungspunde Nicholas Brooks (Gesang - mittlerweile durch Jason Wood ersetzt), Mike Hatalak (Gitarre), Chris Cappeli (Gitarre), Steve Lemke (Bass) und Nick Mirusso (Schlagzeug).

Mir forschem Tatendrang aus abgehacktem Riffing, polternden Drums und einer Reibeisen-Stimme hinterm Mikro tuckern die Amis auf den ausgetrampelten Pfaden des Emo-Screamo-Booms und sichern sich eine halbwegs durchschnittliche Wertung einzig und allein durch die äußerst zufriedenstellende Produktion, die mit ordentlich Druck aus den Boxen fährt. Denn It Dies Today präsentieren auf „Sirens“ elf Stücke, denen die Verspieltheit von Bullet For My Valentine, die Dramatik der Waliser Funeral For A Friend und die Wehmut eines 36 Crazyfists-Output abgeht.

Der Fünfer holzt zwar in zielstrebige Bahnen ihre Mischung aus Melodie und Härte heraus, mehr als zwei wirklich herausstechende Songs („Sacred heart“, „Reignite the fires“) kommen dabei allerdings nicht heraus, da sich die Truppe meist nicht entscheiden kann, ob sie nun mit einem zärtlichem Refrain begeistern will oder doch lieber die harte Rocksau rausgehängt werden soll. Als Exempel könnte „Through leaves over bridges“ angeführt werden, ein Song, der nach allen Regeln der Kunst das Tempo anzieht um diesen technischen Kniff dann anstatt in einer knüppelnden Doublebass-Attacke entladen zu lassen durch süßliches Geplärre vernichtet. Somit ist „Sirens“ weder Fisch noch Fleisch und dürfte nur die hartgesottensten Emo/Screamo-Anhänger befriedigen.

Anspieltipps:

  • Sacred Heart
  • Reignite The Fires
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