Bedlight For Blue Eyes - Life On Life´s Terms - Cover
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Bedlight For Blue Eyes Life On Life´s Terms


  • Label: Trustkill/SPV
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Bands, die einfühlsamen Rock spielen gibt es wie Sand am Meer. Es reicht, nur eine Stunde lang irgendeinen x-beliebigen, pop-affinen Radiosender aufzudrehen und man kann bereits fünf beim Namen nennen. Zu der etwas rockigeren Sorte zählen Bedlight For Blue Eyes, die mit „Life on life´s terms“ ihren zweiten Longplayer präsentieren, der das Konzept des Debüts „The dawn“ (2005), eine einschmeichelnde Stimme mit harmonieseligen Strophen und Singalong-Refrains zu paaren, weiterführt. Das die Truppe dabei stellenweise an Jimmy Eat World, Fall Out Boy, The Calling und Konsorten erinnert, erleichtert die Zuordnung des Sounds, zeigt aber, dass Daniel Rinaldi (Gesang), Derek Weber (Gitarre, Gesang), Dan Taylor (Gitarre, Gesang), Joe Oliger (Bass) und Itzhak Bishburg (Schlagzeug) noch einen weiten Weg bis zu ihrer Eigenständigkeit haben.

Dabei versucht der aus New Jersey stammende Fünfer die goldene Mitte aus kraftvollem Kuschelrock und einfühlsamen Power-Pop zu finden, was stellenweise trotzdem zu Ermüdungserscheinungen führt, da einigen Tracks das gewisse Etwas und der richtige Biss fehlt, der z.B. bei einer Truppe wie Jimmy Eat World unter anderem aus detaillierter Arbeit an den Instrumenten entsteht. Außerdem übertreiben es die Herrschaften immer wieder ein bisschen mit den Emotionen, sodass „Walk with me“ im hinteren Drittel aufgrund der jammervollen Darbietung Rinaldis unerträglich wird und „Michael“ durch die schnulzige Akustikgitarrenbegleitung einfach nur auf die Nerven geht.

Damit bleibt „Life on life´s terms” Durchschnittsware aus Amerika, die weder Neues bietet, noch sonderlich frisch dargeboten wird und schon tausendmal an anderer Stelle wahrgenommen wurde. Zwar stecken die fünf Jungs mit viel Seele und Herzblut dahinter, da jedoch Überraschungen oder umwerfendes Songgut fehlen, ist der zweite Streich von Bedlight For Blue Eyes ein nettes Album, aber mehr nicht.

Anspieltipps:

  • Meant To Be
  • Too Late For Us
  • Without You (We Are Everything)
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