LeAnn Rimes - Family - Cover
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LeAnn Rimes Family


  • Label: Curb/WEA
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei LeAnn Rimes geht es wirklich zack, zack zur Sache! Jedes Jahr ein neues Album und schon wieder hat sie es getan. Nachdem das letzte Werk „Whatever We Wanna“ (06/2006) ein reinrassiges Popalbum war, ist mit „Family“ nun wieder eine Countryplatte an der Reihe. Schön, wenn Künstler so eine Arbeitswut mit den Interessen ihrer Plattenfirmen in Einklang bringen können. Denn es gibt ja noch ein paar Künstler mehr, die promotet werden wollen.

Zusammen mit ihrem langjährigen Studiopartner Dan Huff (Keith Urban, Chicago, Carrie Underwood) hat LeAnn Rimes diesmal ein Album aufgenommen, das als perfekter Brückenschlag zwischen Pop und Country bezeichnet werden kann – ähnlich wie es Bon Jovi vor ein paar Monaten mit „Lost Highway“ (06/2007) vorgemacht haben. Und siehe da, die Herren Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Tico Torres und David Bryan sind auch mit einem Song auf „Family“ vertreten. Aber die Überraschung hält sich in Grenzen. War doch klar, dass LeAnn das gemeinsame Duett „Till we ain’t stranges anymore“ von Bon-Jovi-Album „Lost Highway“ auch für ihre CD verwenden durfte.

Und weil es gerade so schön ist, gibt es auf „Family“ noch zwei weitere Duette mit Singer/Songwriter Marc Broussard („Nothing wrong“) und Reba McEntire („When you love someone like that“), wobei vor allem letzteres eine sehr gelungene Nummer ist, die – und nun wird’s spaßig – ebenfalls auf dem aktuellen Album namens „Duets“ der Grande Dame der Country Music zu finden ist. Das nennt man wohl labelübergreifende Gruppenvermarktung.

„Family“ ist eine wirklich runde Sache geworden. LeAnn Rimes agiert selbstbewusst, locker und wesentlich reifer. Es geht nicht mehr um Country oder Pop, sondern um eine geschickte Symbiose aus beiden Stilarten. Dies klappt über weite Strecken gut bis sehr gut und birgt ein paar echte Schmuckstückchen in sich. Kein Wunder, dass „Family“ für die 25-Jährige der erste Teil dessen ist, was eine Trilogie werden könnte: „Dieses Album stellt für mich den Prozess dar, in dem ich mir über einige Dinge klar werde,“ beschreibt LeAnn ihre Idee. „Das nächste Album wird beschreiben, wie ich wachse und schließlich feststelle, wo ich stehe. Auf dem dritten Album wird es möglicherweise darum gehen, dass ich Mutter werde. Das wird dann ein Ende eines Abschnitts sein, dem ein ganz neuer Anfang folgen wird.“ Wir dürfen also gespannt sein, wie es mit der Sängerin weitergeht, die schon seit ihrem 13. Lebensjahr auf der Bühne steht.

Anspieltipps:

  • Fight
  • One day too long
  • I want you with me
  • Something I can feel
  • When you love someone like that
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Schmilco
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