Wet Dog - Perfect Crime - Cover
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Wet Dog Perfect Crime


  • Label: Drumming Monkey Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Viele Einflüsse treffen bei diesem Projekt aufeinander. Einflüsse, die schier endlos erscheinen, bei der musikalischen Erfahrung, welche die drei Hauptcharaktere der Band Wet Dog mitbringen, kein Wunder. Die einzige Dame im Trio, Anna Donarski, zum Beispiel spielte unter anderem bei den namhaften CAN und Fehlfarben. In den Neunzigern traf sie auf einen Herren namens Vom Ritchie, mit dem sie in einer Band namens B-Bang Cider spielte. Vom wiederum dürfte den meisten Musikliebhabern als Drummer der Toten Hosen bekannt sein, für die er seit 1999 hauptsächlich zu den Drumsticks greift. Vorher sammelte Vom Erfahrungen bei unzähligen anderen Musikern, und das nicht ohne Erfolg. In den 80er Jahren zum Beispiel erschien ein Song namens „Spirit in the sky“, der ihm und seinen damaligen Kollegen von Doctor & The Medics einen Nummer-1-Hit bescherte. Bandkollege Richard Searle stieg - ebenso wie Vom - aus diesem Projekt aus, um künftig für Corduroy zu spielen, ebenfalls mit respektablem Erfolg.

Es begab sich im vergangenen Jahr, dass ein Zufall alle drei Weitgereisten zusammenbrachte. Anna wohnte übergangsweise bei Dom und dieser sollte Besuch von Richard, dem ehemaligen Bandkollegen und mittlerweile Freund bekommen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass man musikalisch auf einer Welle schwamm, trotz der unterschiedlichen Werdegänge und Erfahrungen. Bereits ein Jahr später veröffentlichen die Drei unter dem Namen Wet Dog ihren ersten Longplayer, der sich „Perfect Crime“ nennt und vor Kreativität nur so sprüht. Ein Hauch von jugendlicher Frische überzieht jeden einzelnen Song, ausnahmslos jedes Stück präsentiert sich faltenfrei und voller Kondition. „Punk X“ ist für diese Behauptung beispielgebend, ebenso „Metal“. Der Titelsong „Perfect Crime“ und das chillige „Happy Tears“ fühlen sich sofort an, wie gute Freunde, von denen man lange nichts mehr gehört hat und die sich nun, nach Jahren, wieder mal melden.

„Tears“, die erste Singleauskopplung ist, ohne Frage, radiotauglich; besonders der Zart-Stimmchen-Gesang von Madame Donarski unterstreicht diese Behauptung. Weiter geht die Genre-Reise zu Tanz-Antreibern wie „Whole Lotta Rosie“, „Fancy You“ - die Trompeten schleifen auch den letzten Tanzmuffel auf das Parkett - und „The Itch“. Punkig wird zwar behauptet: „Disco Suck“, aber das dürften Wet Dog nicht ernst meinen, wo sollte man denn sonst zu Songs wie dem Abschluss-Kracher „Devil In Me“ die Hüften schwingen!? Ohne einen einzigen Totalausfall präsentieren sich die - zumindest musikalisch - Junggebliebenen mit einem Debüt, das durchweg Spaß macht.

Anspieltipps:

  • Punk X
  • Heart
  • Fancy You
  • Happy Tears
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