Circus Maximus - Isolate - Cover
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Circus Maximus Isolate


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Anfang 2005 der Circus Maximus wieder eröffnete und mit „The 1st Chapter“ die zahlende Bevölkerung zwar nicht mit Wagenrennen, stattdessen aber mit vorzüglichen Metal-Kompositionen, bestens unterhielt, wusste man, dass der Circus Maximus nicht so schnell in der Versenkung verschwinden würde und noch etliche Festspiele auf dem Programm stünden. Bestens aufgelegte Musiker ließen jedes Prog-Metal-Herz höher schlagen und sorgten für Begeisterung auf allen Ebenen. Nun haben sich Michael Eriksen (Gesang), Mats Haugen (Gitarre), Lasse Finbråten (Keyboards), Glen Møllen (Bass) und Truls Haugen (Schlagzeug) ein neues Programm zusammengestellt um die Massen zu begeistern.

„Isolate“ heißt die neue Attraktion der Norweger, die ebenso fulminant wie erhaben wirkt. Dabei wirken die einzelnen Stücke kompakter als auf „The 1st Chapter“. Einen Mammut-Song wie das Titelstück des Erstlingswerks mit seinen satten 19 Minuten sucht man auf „Isolate“ vergebens. Noch geradliniger geht man auf „Isolate“ zu Werke, ohne dabei Frickelparts oder rhythmische Raffinessen missen zu lassen. Gesanglich müssen sich Circus Maximus zudem mit ihrem Frontmann Michael Eriksen überhaupt keine Sorgen machen. Völlig souverän und ergreifend dessen gesangliche Leistung, die auch schon auf dem Debüt herausragend war und Erinnerungen an Joey Tempest (Europe), oder James LaBrie (Dream Theater) weckt. Auch die anderen vier Bandmitglieder sind überragende Musiker und technisch brillant an ihrem Instrument. Doch diese musikalischen Alleskönner brüsten sich nicht mit ausufernden Soloeskapaden, wie manch anderer im Prog-Bereich, nur um das jeweilige Können zu untermauern, sondern gliedern sich dem Song unter und erschaffen zwar anspruchsvolle, aber dennoch vergleichsweise leicht zu konsumierende Stücke, ohne an Reiz zu verlieren.

Im Gegenteil: „A Darkened Mind“, „Abyss“ und „Arrival Of Love“ sind fulminante Uptempo-Nummern, die mitreißen und mit hymnischen, extrem melodischen Refrains ausgestattet, auf ganzer Linie überzeugen und gleichzeitig die technische Versiertheit der Truppe widerspiegeln. Diese wird noch einmal in dem Instrumental „Sane No More“ unterstrichen, bei dem sich Eriksen einmal ausruhen darf und sich seine Mitstreiter auf knapp vier Minuten austoben können. Auch die balladesken Klänge werden beherrscht: So greift man im ruhigen „Zero“ bei der musikalischen Untermalung hauptsächlich auf das Klavier zurück. Auch beim Beginn des zwölf Minuten langen „Mouth Of Madness“ wird die E-Gitarre gegen eine akustische getauscht, ehe der Song dann aber doch noch den gewohnt kraftvollen Sound der Band annimmt, der vorwiegend aus Heavy-Rock und melodischem Prog-Metal besteht und Einflüsse verschiedenster Bands wie Symphony X, Dream Theater oder Queensryche vorweist, diese aber nie zu imitieren versucht.

Da sich diese Bands nun mal in einem Genre versammeln, sind solche Vergleiche nicht zu umgehen, ohne gleich eine neue Stilrichtung für sich zu erfinden – aber sowieso müssen sich Circus Maximus keines Vergleichs scheuen. Und so schaffen es Circus Maximus mit „Isolate“ genreintern ein exzellentes Album abzuliefern und lassen dieses Jahr sogar die Konkurrenz der Traumfabrik hinter sich.

Anspieltipps:

  • A Darkened Mind
  • Abyss
  • Sane No More
  • Ultimate Sacrifice
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