Soundtrack - Death Proof - Cover
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Soundtrack Death Proof


  • Label: Maverick/WEA
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Unsere Partnerseite Filmstarts hat es auf den Punkt gebracht: „Regie, Drehbuch, Kamera: Quentin Tarantino. Wer nach diesen einfachen Fakten eine Kinokarte löst, ist an der richtigen Adresse.“ So und nicht anders verhält es sich auch bei den Soundtracks zu den genialen Filmen (Reservoir Dogs, Pulp Fiction, Kill Bill, Jackie Brown) des 44-jährigen Kult-Regisseurs, Drehbuchautors und gelegentlichen Schauspielers, denn auch für seinen neuesten Streifen „Death proof“, der in Amerika als Double-Feature namens „Grindhouse“ (Kinos, die in den 40er und 50er Jahren Filme aus einem oder unterschiedlichen Genres im Doppelpack gezeigt hatten) mit Rodriguez „Planet Terror“ gezeigt wird, hat er eine ganz eigenwillige Zusammenstellung erwirkt. Wo Tarantino als „Executive Soundtrack Producer“ draufsteht, ist eben Tarantino drin.

Ausgehend vom kurzweiligen Rock der 70er Jahre über den einen oder anderen souligen Ausflug, zeigt der Soundtrack zu „Death proof“, das auch qualitativ minderwertigere Musik, in den richtigen Rahmen gebracht, überzeugen kann. Denn der Großteil der Stücke auf dem Silberling ist in ihrer Struktur entweder äußerst primitiv und simpel gehalten oder einfach nur auf Kommerz gebürstet. Würden die einzelnen Tracks zwischen anderer popaffiner Musik dieses Jahrzehnts gemischt werden, sie würden unbeachtet an einem vorüberziehen. Doch genau hier zeigt Tarantino sein scharfsinniges Gespür und filtert Songs von T. Rex („Jeepster“), Pacific Gas & Electric („Staggolee“), The Coasters („Down in Mexico“), Dave, Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich („Hold tight“) oder Willy DeVille („It´s so easy“) aus dem Genre-Sud heraus und stellt somit eine interessante Zeitreise in die 70er Jahre zusammen.

Gelegentlich mischen sich die für den Regisseur typischen Dialogschnipseln darunter („Planning & scheming“, „Stuntman Mike“, „Whatever however“) oder ein instrumentales („The last race“, „Riot in thunder alley“), sowie klassisch-komponiertes Lied („Sally and Jack“, „Paranoia Prima“) transportiert die wunderbar eingefangene Atmosphäre dieser Epoche. Somit enthält „Death proof“ zwar alles in allem keine Meisterwerke, als Ganzes funktionieren die Stücke aber außerordentlich gut. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings trotzdem: Mit 36 Minuten Musik ist der Soundtrack dann schlussendlich doch etwas kurz geraten.

Anspieltipps:

  • It´s So Easy
  • Chick Habit
  • Baby It´s You
  • Down In Mexico
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