Jasmin Tabatabai - I Ran - Cover
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Jasmin Tabatabai I Ran


  • Label: Chet Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Leider nur eine durchschnittliche Leistung. Nach fünf Jahren Pause ist das eindeutig zu wenig.

Fünf Jahre nach ihrem Solodebüt „Only Love” und satte zehn Jahre nach dem Überraschungserfolg mit dem Soundtrack zum Kinofilm „Bandits“, legt die singende Schauspielerin Jasmin Tabatabai („Die Mediocren“, „Late Show“, „Elementarteilchen“) ihr zweites Solowerk „I Ran“ vor. Es enthält 13 Songs, die Jasmin im Laufe der vergangenen Jahre schrieb – darunter diverse Titel, die die 40jährige gebürtige Iranerin (daher auch das schöne Wortspiel beim Albumtitel) für Filme wie „Olgas Sommer“ (2003), „Iron Jawed Angels“ (2004) und „Blood & Cocolate“ (2007) schrieb.

Jasmins Freundin, die Schauspielerin Nicolette Krebitz (36), die in „Bandits“ an der Seite Jasmins den Durchbruch auf der Kinoleinwand feierte, komponierte bei vier Songs mit und ist in „Toi“ als Sängerin zu hören. Die Produktion übernahm Jam El-Mar alias Rolf Ellmer (Jam & Spoon, Reamonn, Andru Donalds), der einigen Stücken eine leicht elektronische Note verpasste, was für mehr Abwechslung sorgt, das Album aber nicht vor einer gewissen Beliebigkeit retten kann.

Dabei beginnt „I Ran“ richtig gut: Der Opener „Let’s stay together“, der zugleich die erste Singleauskopplung darstellt, ist ein unverschämt eingängiger Popsong, der sich traut, einen „Ding, dang, dong, dingelingelong”-Refrain zu verwenden – und damit alles richtig macht. Schließlich lautet der erste Paragraph des Pop-Gesetzbuches: Wenn’s gut klingt – warum nicht?! Leider befinden sich von diesem Kaliber nicht sehr viele Stücke auf „I Ran“. Um genau zu sein, scheint das Pulver mit „Anymore“, „Until the end“, „All can come close“ und „Love = Heartache“ bereits verschossen zu sein. Lediglich das erotische Elektrostück „Let yourself go wild“ sticht noch aus einem Reigen bedenklich schwacher Lieder wie „On my way“, „You in my dream“, „Move on“ und „I ran“ (eine Dancefloor-Coverversion des 25 Jahre alten „A Flock Of Seagulls“-Klassikers) heraus, die an mangelnden Einfällen („Inspiration“) oder haarsträubenden Gesangsleistungen scheitern („Tomorrow I’ll be gone“). Unterm Strich ergibt dies eine durchschnittliche Leistung. Und das ist nach fünf Jahren eindeutig zu wenig.

Anspieltipps:

  • Anymore
  • Until the end
  • Love = Heartache
  • Let’s stay together
  • All can come close
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