Gentleman - Another Intensity - Cover
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Gentleman Another Intensity


  • Label: Four Music/SonyBMG
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Gewohnt lässig, gewohnt rootig – Gentleman präsentiert mal wieder richtig guten und straighten Reggae.

Dass Gentleman zu den bekanntesten Reggae-Sängern in Deutschland zählt, kann niemand bestreiten. Der zufällig aus meiner Heimatstadt (Köln) stammende „Love & Peace“-Sänger veröffentlicht nun mit „Another Intensity“ sein bereits viertes Soloalbum.

Gewohnt lässig, gewohnt rootig – Gentleman präsentiert mal wieder richtig guten und straighten Reggae. Den Anfang des 13-Songs starken Albums machen „Evolution“ und „Tranquility Acoustic“. Letzteres überzeugt mit einem ruhigen Spiel einer Akustikgitarre, welches die Stimmung des Songs perfekt wiedergibt. Mit dem anschließenden „Lack Of Love“ landet Gentleman seinen ersten Knaller. Denn wer hätte das gedacht? Kein Geringerer als Reggae-Mastermind Sizzla ist hier als Feature mit von der Partie. Der Track versprüht einen Hauch von Leichtigkeit und, klar, die Message ist natürlich die Liebe.

Die erste Single „Different Places“ ist ein gewöhnlicher Gentleman-Ohrwurm-Rettet die Welt-Track. Aber was heißt hier „gewöhnlich“. Was Gentleman macht, ist einfach nur perfekter Reggae. „It is not about class, colour or races / let’s get around and see different places yeah / put a smile on thus distant faces / wipe away your sorrow with no traces” singt der Gute in seiner ersten Single und heizt damit schon einmal die Stimmung für das anschließende Duett (“Light Within”) mit Diana King, der Sängerin des Smash-Hits “Shy Guy”, an. Die soulige Kollaboration zeigt deutlich, dass Gentleman sich weiterentwickelt hat und bereit ist, neue Musikwege zu beschreiten.

Neue Töne gibt es mit dem langsam rauschenden „Soulfood“ auf die Ohren, das hauptsächlich von einer Gitarre begleitet wird. Kritische Auseinandersetzungen mit der heutigen Gesellschaft fehlen natürlich auch nicht und werden in „Rage & Anger“ von Mr. Gentleman verarbeitet. Zwar ebnet Gentleman mit seiner neuen Platte kein neues Genre oder veröffentlicht einen Reggae-Klassiker, doch mehrere Stufen auf der Leiter hat der Gute dann doch überwunden.

Kollaborationen wie mit Diana King oder neue Reggae- und manchmal auch HipHop-Rhythmen („Mount Zion“) beweisen eindeutig Gentlemans Weiterentwicklung und Offenheit für Genre übergreifende Musik. Und ein Feature mit Sizzla dürfte auch den letzten Kritiker überzeugen, dass es Gentleman geschafft hat. Denn er steht ganz oben, auf dem deutschen Reggaepodium!

Anspieltipps

  • Lack Of Love
  • Different Places
  • Light Within
  • Mount Zion
  • Jah Love
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