Poverty´s No Crime - Save My Soul - Cover
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Poverty´s No Crime Save My Soul


  • Label: Inside Out/SPV
  • Laufzeit: 54 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das deutsche Fünfergespann Poverty´s No Crime macht dem Metal in Progressive Metal auf ihrem mittlerweile vierten Longplayer „Save my soul“ alle Ehre. Gleich zu Beginn heizen Volker Walsemann (Gesang, Gitarre), Marco Ahrens (Gitarre), Heiko Spaarmann (Bass), Andreas Tegeler (Schlagzeug) und Jörg Springub (Keyboard) mit „Open your eyes“ ordentlich ein und brettern richtig drauf los. Der Progressivität wird jedoch erst vier Stücke weiter mit „In the wait loop“ gefrönt, wo die Truppe nach „The key to creativity“, einem perfekten Kandidaten für den nächsten Kuschelrock-Sampler, wieder härter ans Werk geht. Wieso die Gesangszeilen von Walsemann rhythmisch allerdings der Scheibe „Fading like a flower“ von Roxette ähneln, sei mal dahingestellt.

Mit „The torture“ erreicht die Austauschbarkeit nach dem zahnlosen und beliebigen Titeltrack die nächste Stufe, mehr als durchschnittliche Handarbeit wird hier nicht geboten. Ebenso im bemühten Instrumental „Spellbound“, das sich redlich abstrampelt um nicht langweilig zu werden und dennoch über die sechs Minuten verteilt keinen Spannungsbogen entstehen lässt, der alle Ideen sinnvoll zusammenhält, wodurch diese eher aneinandergestückelt wirken. Melodisch versierter geht es dafür in „From a distance“ weiter, ein Gefühl, das alles schon einmal unzählige Male woanders vernommen zu haben, macht sich jedoch auch hier breit.

„Break the spell“ sprengt innerhalb seiner 9 ½ Minuten im wahrsten Sinne des Wortes den Fluch, der auf gut der Hälfte der bislang erklungenen Songs gelegen ist und offeriert dem Hörer eine abwechslungsreiche Kostprobe des Könnens des deutschen Acts. „Thematisch beschäftigt sich „Save my soul“ mit den dunklen Seiten der menschlichen Seele“ weiß der Pressezettel zu berichten, was Poverty´s No Crime-Vorstand Volker mit „Es werden aber auch Wege aufgezeigt, diese negativen Stimmungen in kreative Bahnen fließen zu lassen. Man muss es irgendwie schaffen, den Bann zu brechen und sich aus der seelischen Enge zu befreien“ kommentiert. Musikalisch ist ihnen das selber zwar nicht ganz geglückt, als knapp über dem Durchschnitt siedelt sich die vierte Platte der Norddeutschen dennoch an.

Anspieltipps:

  • End In Sight
  • Break The Spell
  • Open Your Eyes
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